|
Weihbischof Laun zur Evolutionstheorie
Wir danken S. Exz. Weihbischof Laun in der Diözese Salzburg/Österreich für die Erlaubnis, seine nachfolgende Glosse zur Evolutionstheorie wiederzugeben, die ursprünglich in der Bistumszeitung der Diözese Salzburg im Januar 2009 erschienen ist:
In seinem Buch gegen die Kirche und ihren Glauben belehrt ein (ehemals katholischer) Atheist den Leser, dass Kinder nie von Jungfrauen geboren werden. Wer hätte das gedacht! Aber gerne würde ich, weiter im ironischen Ton, antworten: „Könnte es nicht doch, in Jahrmillionen, unter Milliarden von Frauen, einmal vorgekommen sein? Wahrscheinlich würde der Atheist höhnisch erwidern: „Nie, die Geschichte mit der Jungfrau Maria ist Unsinn!“ Recht hätte er insofern, weil auch ich nicht mit einem solchen „Zufall“ rechne und seine Belehrung nicht gebraucht hätte.
Eigenartig ist aber dies: Die Atheisten glauben an viel fantastischere Zufälle als an eine Jungfrauengeburt: Bei dieser wäre der Ausgangspunkt immerhin eine lebendige Eizelle, die sich bereits im richtigen Milieu, nämlich in einer Frau befindet! Die Atheisten aber glauben an Zufälle, deren Voraussetzung zunächst nur tote Materie ist, später zwar „Leben“, aber nicht „dasselbe“ Leben, sondern: „Man muss glauben, dass Vögel von Nichtvögeln abstammen“, las ich einmal bei einem Evolutionisten: Und weiter: Atheisten glauben an viele Millionen solcher „Zufälle“.
Diese Zufälle nennen sie mit Andacht „die Evolution“ und sagen: „Die Evolution“ hat „gedacht“, „geplant“, „gemacht“, „gewollt“, „vorgesehen“ usw. Was die alte „Dame Evolution“ alles gedacht und gewollt hat, ist fantastisch, so fantastisch, dass die Forscher bis heute viele ihrer Ideen und Pläne nicht verstehen, geschweige denn nachmachen können. Nur, wer ist die Dame eigentlich, „die Evolution“? Eigenartig: An diese millionenfachen, hochintelligenten Zufälle soll ich glauben? Jetzt auf einmal glauben? Verglichen damit wäre der einmalige „Zufall“, dass sich eine Eizelle aus einer Jungfrau zu einem Menschen entwickelte, eine Kleinigkeit! Dabei glaube ich nicht einmal an diesen „Zufall“, sondern nur an ein Eingreifen Gottes. Wird die Sache zu Gunsten des Atheisten einsichtiger, wenn man den „Zufall“ anders, nämlich „Evolution“ nennt, weil sich der Hausverstand dem Fremdwort vielleicht leichter beugt? „Vögel von Nichtvögeln?, „Hunde aus Nichthunden“, vielleicht aus Katzen“? Aber wer hat sich je über einen Korb mit kleinen Katzen gebeugt und damit gerechnet, dass eines der Kleinen „wau-wau“ macht und nicht „miau“?
Neulich las ich über den Unfall Haiders, darin hieß das mythische Wesen nicht Evolution, sondern „Schicksal“: Nur das „Schicksal weiß“, was wirklich geschah, nur das Schicksal weiß, warum“ usw. Als ein Abgeordneter in Gegenwart von Konrad Adenauer ständig vom „Schicksal“ sprach, rief der der Kanzler dazwischen: „Ich höre immer Schicksal, Gott heißt der Mann!“ Das möchte ich all denen, die immer nur von Evolution, Zufall und Schicksal sprechen, auch zurufen: „Gott ist es, den ihr meint, Er hat die Welt erschaffen und hält unser Leben in Seiner Hand! Zu forschen bleibt euch genug!
|