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„In principio creavit Deus coelum et terram.“ - “Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (Gen 1,1)
Theologische Bedeutung
Die Theologie ist die Wissenschaft, die sich mit Gott befaßt. Da es seit den Tagen Charles Darwins immer gebräuchlicher wurde, die Evolutionstheorie auf alle Bereiche der Wissenschaften – auch der Theologie – und des Lebens auszuweiten, müssen sich daher auch ein Theologe und theologisch Gebildete mit dieser Weltdeutung auseinandersetzen. Der christliche Theologe weiß sich „daheim“ in dem, was Gott allen Menschen in der Heiligen Schrift kundgetan hat. Nach katholischem Verständnis kommt auch noch die Tradition der Kirchenväter, Kirchenlehrer und der allgemeinen ökumenischen Konzilien hinzu. Diese Tradition bzw. Überlieferung ist zutiefst mit dem Wirken des Heiligen Geistes verbunden, der von Jesus Christus verheißen wurde, um uns in die ganze Wahrheit einzuführen. Da der Kosmos und alle Natur von Gott geschaffen wurden und Gott sich dem Menschen offenbart – dies wurde vor allem in der Bibel niedergeschrieben -, kann es daher keine Widersprüche zwischen beiden Bereichen geben. Bibel und Natur haben den gleichen Urheber, nämlich den dreieinen Gott. Da Jesus von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“, kann Gott sich daher nicht widersprechen. Ist Gott der Urheber der Bibel (durch Inspiration der verschiedenen Verfasser) und der Natur, folgt daraus, daß es zwischen Heiliger Schrift und Natur keine Widersprüche geben kann, da Gott die Wahrheit ist. Am Menschen liegt es, durch Theologie, Philosophie und andere Wissenschaften (einschließlich Naturwissenschaften) tiefer in die Schöpfung und allem Dahinterliegenden einzutauchen.
Die Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie ist von großer Bedeutung, ist doch die Frage „Was ist der Ursprung?/ Wer ist der Urheber?/ Gibt es überhaupt einen Urheber?“ wesentlich für weitere Fragestellungen. Alle, die sich als Wissenschaftler wie auch als Laien mit Naturwissenschaften ernsthaft abmühen, werden zu einem intelligenten Urheber, zu Gott finden. Der französische Philosoph und Mathematiker Denis Diderot (+ 1784) sagte einmal: „Das Auge, der Flügel eines Schmetterlings genügen, um einen Gottesleugner zu zermalmen.“ Beide, der christliche Naturforscher wie auch der Evolutionist, sind Gläubige; nur sind die Voraussetzungen verschieden. Während der Evolutionist kategorisch alles Übernatürliche und somit auch Gott ausschließt, ist sich der Wissenschaftler christlicher Prägung in all seinem Forschen sicher, daß alles Sein, geistiges wie materielles, sichtbares wie unsichtbares, auf einen Schöpfer („intelligenten Designer“) hinweist.
Ein Grundsatzartikel führt weiter aus, warum die Evolutionstheorie nicht gleichgültig für die katholische Religion ist hier ... und eine Glosse des Salzburger Weihbischofes Laun zur Evolutionstheorie haben wir mit seiner ausdrücklichen Billigung auf unsere Webseite stellen dürfen hier
Die römisch-katholische Kirche hat in ihrer 2000-jährigen Geschichte viele hervorragende Naturwissenschaftler hervorgebracht. An dieser Stelle seien Niels Stenseen, Gregor Mendel OSA, Angelo Secchi SJ, Karl Braun SJ, Martin Gander OSB und Athanasius Kircher SJ genannt. Diese und viele andere Forscher waren auf naturwissenschaftlichem Gebiet ebenso bewandert wie auf theologisch-philosophischem. Die Aussagen der Bibel und die (natur-)wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Forschungen haben übereinstimmende Erkenntnisse zutage gebracht.
Die Kirche kennt zudem schon seit den Tagen des Origenes (ca. 185 – 254) den vierfachen Schriftsinn und wendet diesen zur Auslegung der Heiligen Schrift an. Die 4 Schriftsinne sind bekannt als(1.) historischer bzw. Literalsinn, (2.) allegorischer Sinn, (3.) moralischer Sinn und (4.) der anagogische Sinn. Der erste Schriftsinn ist für die Thematik „Schöpfung – Evolution“ von besonderer Bedeutung, da viele Evolutionisten und (Nicht-)Christen im Zuge des Aufkommens der Darwinschen Theorie und den Auswirkungen der historisch-kritischen Methode in der Theologie (Bibel-Exegese) behaupten, die Bibel bestünde in der Hauptsache nur aus Mythen und sei keinesfalls historisch aufzufassen. In den weiteren theologischen und naturwissenschaftlichen Ausführungen werden wir den historischen Schriftsinn aufgreifen und begründen, warum dieser ernstzunehmen ist. Ein schönes Beispiel für das Vertrauen in die Wahrheit der Bibel ist der Brief des Papstes Klemens I. an die Ortskirche von Korinth Ende des 1. Jahrhundertes mehr Auch die Kirchenväter haben sich immer wieder ähnlich geäußert mehr Eine wichtige Grundsatzuntersuchung zu Evolution und Schöpfung im Kontext des katholischen Glaubens wurde von unserer “Mutterorganisation” dem Kolbe Center vorgenommen hier
Sel. Niels Stensen mehr
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