Diskriminierung Andersdenkender: Der Fall von Prof. Maciej Giertych

Prof. Maciej Giertych, Jahrgang 1936, ist ein sehr renommierter (230 Fachpublikationen) amerikanisch- polnischer Wissenschaftler auf den Fachgebieten Dendrologie (Lehre von den Bäumen) und Populationsgenetik.
Er wurde in Oxford/ England und Toronto/Kanada ausgebildet und kehrte 1962 nach Polen zurück, wo er 1989 eine Professur für Dendrologie erhielt. Seit Beginn der politischen Veränderungen in Polen - des aktiven, von Katholiken und der Gewerkschaft Solidarnosz getragenen  Europarates im Jahre 2007 Widerstandes gegen das kommunistische Regime - nahm er aktiv daran Anteil. 
Er war zugleich jahrelanger Berater von Primas Kardinal Glemp. Er durfte als einziger als Teilnehmer auch als Zuhörer ohne Rederecht an den Vorträgen der Päpstlichen Akademie teilnehmen. Nach seiner Pensionnierung 2001 ging er in die Politik und war 2001 bis 2004 Abgeordneter des polnischen Parlamentes.

Prof. Giertych war von 2004 bis 2009 Abgeordneter des Europäischen Parlamentes und organisierte dort 2006 eine Anhörung prominenter Fachleute, dass in Schulen die Evolutionstheorie nicht als absolut unumstößliches Faktum gelehrt werden sollte. Damit entfesselte er eine unvorstellbare Medienkampagne gegen sich und einen Gegenbeschluss des Europarates. Die einzige Möglichkeit, die ihm  blieb, dieser Medienkampagne entgegenzutreten - in der ihm u.a abstruse, von ihm niemals gesagte Äußerungen unterstellt wurden - und in der keine einzige seiner Richtigstellungen trotz zahlreicher Interviews mit ihm veröffentlicht wurde, war die Eigenpublikation der Kleinschrift rechts oben, aus der wir unten Auszüge bringen.