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Newsletter vom  9. 2.2011:

Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren,

wie entstand die menschliche Sprache? Tiere sprechen nicht, Menschen sprechen. Wenn sich der Mensch schrittweise aus affenähnlichen Vorfahren entwickelt hat, so muss das auch für seine Sprache gelten. In populärwissenschaftlichen Schriften wird seid langem der Eindruck erweckt, dies sei längst bewiesen: Die Sprache habe sich in kleinen Schritten aus Tierlauten entwickelt.

Sprachen bestehen aus drei Teilen: Wortschatz, Syntax (Stellung der Worte im Satz) und Formenlehre (Morphologie). Bereits 2003 erschien ein Buch des evolutionskritischen Sprachwissenschaftlers Dr. Roger Liebi, in dem gezeigt wurde, dass es bei allen bekannten Sprachen während ihrer (durch Schrift) beobachtbaren Entwicklung eine Variation in Wortschatz und Syntax, aber eine stete Abnahme in der Formenlehre gibt www.theologie-biologie.eu/html/sprachevolution_kurz.html .

Im allgemeinen nehmen Sprachen im Laufe der Zeit im Wortschatz zu, verändern sich in der Syntax ... aber verlieren durchweg den Reichtum in der Formenlehre. So sind die heutigen romanischen Sprachen, von denen man sicher weiß, dass sie aus dem Latein hervorgegangen sind, was die Formenlehre - die Deklination des Substantives und die Konjugation des Verbums - nur noch ein Schatten des Lateinischen. Dafür haben sie im Wortschatz „zugelegt“ und die Syntax gleicht den Verlust in der Formenlehre teilweise aus. Dieser Befund gilt wie gesagt für alle bekannten Sprachen während ihrer gesamten Beobachtungsdauer.

Es ist eigentlich erschütternd, dass dieser Befund von der etablierten Sprachwissenschaft und den von ihr ausgehenden allgemeinverständlichen Publikationen überhaupt nicht beachtet wird.

GEOkompakt Nr. 4 befasste sich im Sommer 2005 mit der Evolution des Menschen und ein Artikel war auch der Sprachevolution gewidmet. Gleichfalls GEOkompakt Nr. 24 Ende 2010. (Titelbilder der Ausgaben hängen an). Wir haben seit mehreren Jahren schon eine ausführliche, auf der Arbeit von Dr. Liebi basierende Kritik der gegenwärtigen evolutionistischen Sprachentstehungstheorien auf unserer Website: www.theologie-biologie.eu/html/sprachevolution.html . Vor Herausgabe dieser neuen Rundmail haben wir den Abschnitt noch einmal überarbeitet und versucht, leichter verständlich zu machen.

Die einzige „Entgegnung“, die uns bisher zuteil wurde, ist ein aus unserer Sicht unsachlicher Angriff auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft  (AG Evolutionsbiologie)  http://ag-evolutionsbiologie.de/app/download/4015074602/lindemann.html . Dieser Artikel geht auf die evolutionskritischen Argumente überhaupt nicht ein, unterstellt Dinge, die der Autor gar nicht gesagt hat und greift diesen und indirekt die Studiengemeinschaft persönlich an. Z.B. indem versucht wird, sachliche Argumentation über die Schwächen von Sprachentstehung in die Nähe von Rechtsextremismus zu rücken. (Um es gleich deutlich zu sagen: Niemand von uns - und auch nicht der Autor des Artikels - hat irgendeine Sympathie für den Nationalsozialismus oder vergleichbare Ideologien).

Eine Kontaktaufnahme mit der AG Evolutionsbiologie, in der versucht wurde, die Dinge richtig zu stellen, blieb bisher ohne Erfolg. Der besagte Autor ist übrigens französischer Staatsbürger - ihm Sympathie für den Nationalsozialismus unterstellen zu wollen, bedeutet, ihm noch zusätzlich Hochverrat zu unterstellen.

Dennoch gibt es einen kleinen Lichtblick, dass man auf evolutionistischer „Seite“ (wir versuchen, nicht in „Freund-und-Feind-Denken“ zu fallen) an Selbstsicherheit verliert: GEOkompakt Nr.4 vermutete auf S. 153 noch 2005, es gäbe für das Indogermanische und einige weitere Sprachstämme (mehr zu diesem Begriff hier: www.theologie-biologie.eu/html/sprachstamme.html) wie Finnisch-Ugrisch und Hamito-Semitisch einen „Supersprachstamm“ namens „Nostratisch“, den es vor 12 000 Jahren gegeben haben soll. In GEOkompakt Nr. 24 findet sich diese Vermutung nicht mehr. Gemeinsam ist beiden Ausgaben aber, dass ihre jeweiligen Artikel über die Evolution der menschlichen Sprache nicht nur das beschriebene Problem des Zerfalls in der Formenlehre einfach übergehen, sondern auch nicht ohne zahlreiche Konjunktive („könnte“, „müsste“ ...) und Vermutungen („vielleicht“, „wahrscheinlich“ ...) auskommen.

Ist Evolutionskritik wirklich so irrational, wie es uns unterstellt wird? Wir laden Sie ein, dies z.B. auf unserer Website selber nachzuprüfen.

Kürzlich hat uns der Rektor der Fakultät für Katholische Theologie an der Universität Paderborn, Ordinarius für Systematische Philosophie, freundlicherweise erlaubt, einen evolutionskritischen Artikel auf unserer Website als pdf-Datei verfügbar zu machen hier.

Nun verbleiben wir mit freundlichen Grüßen,

 

Ihre Studiengemeinschaft Theologie und Biologie

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Newsletter vom 18.10.2010: FACHLICHE Evolutionskritik - weltweit verbreitet

Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren,

 

In diesem Newsletter möchten wir eine Zwischenbilanz unserer Tätigkeit ziehen und vor allem die weltweit verbreitete, organisierte und auf fachwissenschaftlichem Niveau stehende Evolutionskriktik vorstellen. Wir sind nicht allein!

Von den Massenmedien -selbst vielen katholischen- nicht oder nur karikiert wahrgenommen, gibt es weltweit eine Fülle evolutionskritischer Organisationen.

 

Doch zunächst zu uns

Unsere Website haben wir diesen Sommer vor allem graphisch aber auch inhaltlich wesentlich verbessert. Beispielsweise haben wir auf www.theologie-biologie.eu/html/kritische_filme.html  alle uns bekannten seriösen evolutionskritischen Filme mit Bild vorgestellt.

Derzeit haben wir über 3000 Seitenabrufe pro Monat, im Anhang finden Sie die 100 häufigsten Seiten im September 2010, (135 KB, Word) Tendenz steigend, sowie von Januar bis September 2010 (139 KB, Word) insgesamt 35058 gegenüber 35020 im Gesamtjahr 2009 (51 KB jpg). Besonders die herunterladbaren evolutionskritischen Texte werden gut angenommen.

Eine Google-Suche mit den Stichworten „Evolutionskritik katholisch“ zeigt die Studiengemeinschaft an 1. Stelle. Da ist es dann weniger wichtig, dass wir im Google Page Rank auf den Wert von 2 herabgestuft wurden. Noch im Juni waren wir seit über einem Jahr auf 3, die Herabstufung ist wohl Folge der ständig steigenden Websitezahl. Das Ranking geht von 1 bis 10; große Tageszeitungen wie die FAZ erreichen 8, und 10 nur Giganten wie Microsoft.

Gelegentlich gelingt es uns, evolutionskritische Artikel in kath. Zeitschriften zu plazieren, einer wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 in der besten deutschsprachigen theologischen Fachzeitschrift erscheinen. Generell ist dies sehr schwierig.

Warum wohl? Vielleicht, weil Evolutionskritik aus katholischer Feder von vorneherein auf Skepsis stößt ... ?  Die weltweit einzige uns bekannte katholische evolutionskritische Organisation ist unsere Mutterorganisation das US-amerikanische Kolbe Center for the Study of Creation www.kolbecenter.org/ ist. Katholische Evolutionskritik in institutioneller Form ist einfach noch nicht genug präsent, um überhaupt katholischen Medien wie z.B. www.kath.net/detail.php?id=28339  (1.10.2010), die dafür offen sind, bekannt zu sein  (Der Artikel wurde von dem evangelischen Oberkirchenrat i.R. Klaus Baschang (Karlsruhe) verfasst...)

Dem steht eine Fülle von evangelischen evolutionskritischen Organisationen gegenüber (siehe Überblick am Ende dieses Newsletters). Das Kolbe-Center wird sogar offen von einigen US-amerikanischen und -interessanterweise- afrikanischen und indischen Bischöfen unterstützt. Das unseres Erachtens weltweit beste katholische evolutionskritische Buch, das sowohl naturwissenschaftliche wie philosophisch-theologische Inhalte vereint, ist in seinem Umfeld entstanden. Autor ist der vor einem Jahr zu früh verstorbene Australier Gerard J. Keane  (das Kolbe Center hat seine Hauptaktivitäten, vor allem ein Vortragsdienst, in den USA, aber seine Mitarbeiter kommen aus der ganzen englischsprachigen Welt). Leider hat das Kolbe Center noch keine hauptamtlichen Mitarbeiter und gibt auch noch keine regelmäßige Zeitschrift, aber wie wir einen regelmäßige(re)n Newsletter heraus. Es hat bereits einige Bücher publiziert und Fremdpublikationen  sind über seinen Webstore auch in Europa beziehbar. Das Google Page Ranking des Kolbe Centers ist schon seit einigen Jahren 4/10.  Wir erscheinen in seiner Linkliste als sein deutschsprachiger Ableger.

 Im deutschen Sprachraum haben sich S. Exz. Weihbischof Prof. Dr. theol. Andreas Laun www.theologie-biologie.eu/html/weihbischof_laun.html  und S. Exz. Diözesanbischof Dr.med. Dr.theol Klaus Küng www.theologie-biologie.eu/html/buch_minkowitsch.html  offen schriftlich in unserem Sinne gegen die Evolutionstheorie geäußert. Ferner gibt es noch die Gustav-Siewerth-Akademie/  (GSA) im Hochschwarzwald, etwa eine Autostunde nördlich von Konstanz, die zwar schwerpunktmäßig Philosophie, Soziologie, Journalistik- und Familienwissenschaften lehrt, aber seit ihrer Gründung -unter direkter Beteiligung von Kardinal Ratzinger, ein langjähriger Freund der Gründerin Frau Prof. Dr. phil. Alma von Stockhausen, emeritierte Philosophieprofessorin an der Universität Freiburg- eine eindeutig evolutionskritische Haltung vertritt und lehrt. Mitarbeiter von Wort und Wissen hatten und haben dort Lehraufträge. Frau Prof. von Stockhausen sagt, Kardinal Ratzinger sei an der GSA von der fachlichen Unrichtigkeit der Evolutionstheorie überzeugt worden. An einem Festakt zum 80. Geburtstag ihres priesterlichen Bruders, des Spirituals der GSA und zum 60, Geburtstags des Rektors der Akademie Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin wird am 6.11.2010 Weihbischof Laun das festliche Pontifikalamt halten. Bei der Gelegenheit bitten wir Sie noch um ihr Gebet für den diesen Sommer überraschend im Alter von 69 Jahren verstorbenen Lehrbeauftragten an der GSA und früheren wissenschaftlichen Leiter der Universität der Bundeswehr in Hamburg Herrn Dr. Ludwig Schulte, einer der wenigen katholischen Evolutionskritiker und aktives Mitglied unseres Netzwerkes.


Hier die Liste der uns weltweit bekannten evolutionskritischen Organisationen mit evangelischer Ausrichtung.

Alle existieren seit mehr als einem Jahrzehnt, werden von uns als seriös eingestuft und sind non-profit Organisationen. (Leider gibt es auch eine Handvoll fachlich unseriöser Organisationen, in Frankreich beispielsweise sind uns 2 bekannt). 

 

Deutscher Sprachraum

Studiengemeinschaft Wort und Wissen/  Google Page Rank  5/10

Die Gründung war Anfang der 1988er Jahre von einer Gruppe evangelischer Naturwissenschaftler, darunter mehrere Hochschulprofessoren für Bio- und Geowissenschaften u.a. Naturwissenschaften. Es kam gleich eine genügend große Anzahl von Gründungsmitgliedern zusammen, dass ein e.V. gegründet werden konnte mit zunächst einem hauptamtlichen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der diesen 1. Oktober sein 25-jähriges Dienstjubeläum beging. Seine erste Aufgabe war die Herausgabe eines evolutionskritischen Buches, das für Interessierte mit  Vorkenntnissen (Schulbiologie bis Abitur) verständlich sein sollte. Mittlerweile liegt es in 6 Auflagen vor, die jeweils aktualisiert und erweitert wurden. Die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter ist inzwischen auf 6 gestiegen. Die SG W&W bietet eine Fülle von evolutionskritischen Publikationen an, die ein breites Spektrum abdecken. Einerseits gibt es die bekannteste Fachpublikation; sozusagen das Hauptwerk der SG W&W „Evolution - Ein kritisches Lehrbuch“, welches von einem Autorenkollegium geschrieben wurde. Jeder Autor schreibt über sein Fachgebiet, mehrere sind Hochschulprofessoren, die übrigen meist im jeweiligen Gebiet forschende Wissenschaftler. Es behandelt alle Aspekte der biologischen Evolutionskritik und wurde weltweit in die meisten Sprachen übersetzt.
Zugleich  findet man bei Wort und Wissen eine  Fülle preislich günstiger allgemeinverständlicher Schriften, z.B. „R. Junker & H. Ullrich “Darwins Rätsel. Schöpfung ohne Schöpfer? (3,95 EUR)“, „R. Junker Stammt der Mensch von Adam ab? 2,95 EUR“ oder „R. Junker & R. Wiskin Die ersten Gipfelstürmer  12,95 EUR“. Es erscheint halbjährig eine Zeitschrift namens „Studium Integrale Journal“, dessen sämtliche Ausgaben, die älter als 2 Jahre sind, komplett auf der Website von W&W herunterladbar sind. Hier werden vor allem aktuelle Ergebnisse der Forschung unter einem evolutionskritischen Aspekt diskutiert. Ohne Wort und Wissen hätten wir niemals T&B angehen können. W&W zeichnet sich besonders durch einen sehr harmonischen und auf jede Form von Polemik verzichtenden Stil aus, was leider von den vielen, vor allem US-amerikanischen Organisationen nicht gesagt werden kann. Für professionelles wissenschaftliches Arbeiten ist dieser Stil unerlässlich, weswegen wir von T&B uns an diesem guten Beispiel orientieren, außerdem entspricht er mehr unserem deutschsprachigen kulturellen Umfeld. Mitarbeiter von uns schreiben seit 1998 regelmäßig, oft auch in Gemeinschaftspublikationen, im Studium Integrale Journal.

Über die Webseite von Wort und Wissen finden Sie weitere deutschsprachige evolutionskritische Organisationen, Im internationalen Vergleich halten wir  Wort und Wissen für eine der 3 fachlich qualifiziertesten Organisationen (die anderen beiden sind das Institute for Creation Research und Creation Ministries International, s.u.)

 

Australien, Großbritannien & Commonwealth sowie USA

 

Creation Ministries International/  Google Page Rank  5/10

Creation Ministries gibt eine populärwissenschaftliche und eine Fachzeitschrift heraus, die wohl fachlich weltweit das höchste Niveau besitzt, was man u.a. an den Artikeln und an der durchweg hoch qualifizierten akademischen Ausbildung bzw. Position der Autoren erkennen kann. Es wird von einem freiwilligen Team von Fachwissenschaftlern geleitet, lediglich der Managing Director ist hauptamtlich angestellt. Die Webseite stellt zahlreiche hochinteressante evolutionskritische Quellen zur Verfügung. Es besitzt eine eindeutig evangelistische Ausrichtung, d.h. es möchte die Evolutionstheorie in Frage stellen, um ein zentrales Hindernis auf dem Weg zum Glauben hinwegzuräumen, ähnlich wie es der deutsche Informatiker und mittlerweile emeritierte Direktor an der Physikalisch-technischen Bundesanstalt Prof.em. Dr. rer. nat. Werner Gitt / , eines der Gründungsmitglieder von Wort und Wissen, in einem persönlichen missionarischen Vortragsdienst tut. Creation Ministries wird vom 5. bis 8. November sogar eine Vortragstournée in Österreich (Wien, Salzburg und Linz) halten - auch wir halten Evolutionskritik für ein erfolgreiches Mittel der Neuevangelisierung www.theologie-biologie.eu/html/evangelisierung.html !

 

Frankreich

 

Université interdisciplinaire de Paris Google Page Rank  4/10

Dies ist eine staatliche nicht als Universität anerkannte Bibelschule auf Universitätsniveau bei Paris (Bibeltreue Christen haben im atheistischen Frankreich meist große Schwierigkeiten mit den Behörden), die der Ausbildung von Pastoren und Laienmitarbeitern dient. Sie widmet sich besonders der theologischen Vereinbarkeit zwischen bibeltreuem Christentum und der Evolutionstheorie, der Quantenmechanik, der Astrophysik (Stichwort: „Urknall und Gott“) und den Neurowissenschaften (Stichwort: „Menschliche Neigung zum Bösen - in der Evolution als selektionsfördernd angezüchtet oder  Folge des Sündenfalls?) und vertritt dabei biblische und evolutionskritische Positionen.

Auf Deutsch ist das Buch von Dr. Lygia Jaeger „Wissenschaft ohne Gott. Zum Verhältnis zwischen christlichem Glauben und Wissenschaft“ erschienen. Frau Dr. Jaeger hat nach dem Physikstudium an der Universität zu Köln u.a. an eben der Université libre de Paris evangelische Theologie studiert und besaß dort 2005 -2008 eine Forschungsprofessur für Zeitgenössisches Denken und Wissenschaftstheorie inne. Ihr Buch enthält viele relevante evolutionskritische Einsichten.

 

ZeBuss TV (Kein Google Page Rank verfügbar)

Dies ist eine Videoaufzeichnung einer Diskussion zwischen evolutionskritischen und evolutionistischen Naturwissenschaftlern. Die Seite wird von einer evangelischen Organisation betreiben, die die Evolutionstheorie jedoch akzeptiert.

Frankreich ist evolutionskritisch gesehen ein sehr schwieriges Land. Skeptiker an der Evolutionstheorie werden wie in Großbritannien offen verfolgt und hinzukommt, dass unseres Wissens völlige Fehlen fachlich wenigstens halbwegs solider französischsprachiger evolutionskritischer Literatur. Und das in dem Land, das die Päpste die erstgeborene Tochter der Kirche genannt haben. So klein und unbedeutend wir sind, so meinen wir doch, dass die derzeit beste französischsprachige evolutionskritische Schrift auf dem französischen Teil unserer Website steht www.theologie-biologie.eu/html/francais.html  oder direkt www.theologie-biologie.eu/Evolution_et_foi.pdf

Dänemark und Norwegen

 

Skabelsedk/  Google Page Rank  4/10

Skabelsdk ist eine kleine aber feine evolutionskritische Organisation mit einem wissenschaftlich qualifizierten (u.a. Universitätsprofessoren) Leitungsteam. Sie publiziert seit über 15 Jahren die evolutionskritische Zeitschrift Origo und hält jährlich einen Kongress ab, der mit der Biofachtagung von Wort und Wissen vergleichbar ist. Im Jahre 2001 hat einer unserer heutigen Mitarbeiter schon auf diesem Kongress zum Thema „Evolutionskritik unter Katholiken“ gesprochen und den Artikel anschließend in Origo publizieren können. Damals war das Kolbe-Center noch wenig entwickelt, aber es ließ sich doch einiges berichten.

Italien

 

Sulla trace della Origini/ Google Page Rank 4/10

Sie liefert eine interessante italienische Artikelbasis und betreibt einen relativ bescheidenen Vortrags- bzw. Kongressdienst. Eine regelmäßige Zeitschrift gibt sie nicht heraus.

In ihrem Webshop ist seit Sommer 2010 das  „Hauptwerk“ von Wort und Wissen „Evolution Ein kritisches Lehrbuch“ in italienischer Übersetzung erhältlich.

 

Niederlande

 

Mediagroeps in Genesis/   Google Page Rank 4/10

Diese Organisation ist besonders aktiv bei der Übersetzung englischsprachiger Literatur und DVD’s ins Niederländische. Sie wird im Lande bereits wahrgenommen, einige übersetzte Schriften sind bereits in 3. Auflage erschienen. So hat beispielsweise kürzlich der renommierte Pastor und Theologe de Jong von der „Reformierten Bibelgesellschaft“ in ihrer Zeitschrift eine von diesen außerordentlich positiv rezensiert. Sie wird - wie andere niederländische Organisationen auch - technisch z.B. durch Referentenbesuche von Answers in Genesis/ , von der auch die rezensierte Schrift (mit dem englischen Titel „Creation Answers Book“)  stammt.

 

Creatie.info/  Google Page Rank  4/10

Diese Organisation ist an der Grenze -aber noch so gerade eben innerhalb- dessen, was wir noch als  fachlich seriös ansehen. Sie hat beispielsweise die „95 Thesen gegen die Evolutionstheorie“ einer Schweizer evolutionskritischen Vereinigung übernommen, die fachlich so nicht haltbar sind und die Evolution zu sehr in Opposition zum christlichen Glauben rücken. (Eine ausführliche Stellungnahme auf der Website von Wort und Wissen). In ihrem Webshop ist das  „Hauptwerk“ von Wort und Wissen „Evolution Ein kritisches Lehrbuch“ in niederländischer Übersetzung erhältlich.

 

www.creationism.org/dutch/index.htm  Google Page Rank  3/10

Diese von englischsprachigen Evolutionskritikern betriebene Website listet etwa 1 Dutzend weitere niederländischsprachige evolutionskritische Seiten sowie entsprechende Organisationen, so vorhanden, in anderen Ländern, die allerdings unseres Erachtens nicht alle als seriös gelten können und die wir deswegen und wegen der teilweise weiten Entfernung nicht alle beschreiben, da auch Organisationen von Japan über Südafrika bis Brasilien erfasst werden. Wir verweisen auf den Direktlink, auf dem diese Organisationen -ohne Kommentar- aufgeführt werden: www.creationism.org/index.htm.  Das Hauptwerk von Wort und Wissen „Evolution Ein kritisches Lehrbuch“ ist dort auch in brasilianischem Portugiesisch erhältlich. Evolutionskritik wird von den säkularen Medien und Politikern fast immer nur lächerlich gemacht oder gar als Bedrohung der Wissenschaft oder sogar der Demokratie und Menschenrechte dargestellt, aber diese Seite zeigt mehr als jede andere uns bekannte, wie weit verbreitet fachliche Skepsis gegenüber der Evolutionstheorie ist!

 

Vereinigte Staaten von Amerika

 

Institute for Creation Research/   Google Page Rank  6/10

Das Institute for Creation Research (ICR) ist die historisch älteste evolutionskritische Organisation und materiell z.B. mit mehreren hauptamtlichen Mitarbeitern, einem Museum und eine eigenen Forschungsinstitut gut ausgestattet. Da es als Verein organisiert ist, ist es auch die weltweit zahlenmäßig „fassbar“ größte und bedeutendste Organisation mit Sitz in Dallas, Texas/USA. Es besitzt ungefähr 500 Mitglieder vornehmlich in den USA, davon etwa 350 „voting members“. Diese müssen einen akademischen Abschluss in einer Natur- oder Ingenieurwissenschaft besitzen. Das ICR gibt eine qualifizierte Fachzeitschrift heraus, das Creation Research Society Quaterly. Es besitzt eine eindeutig evangelistische Ausrichtung, d.h. es möchte die Evolutionstheorie in Frage stellen, um ein zentrales Hindernis auf dem Weg zum Glauben hinwegzuräumen.

Answers in Genesis/  Google Page Rank  6/10

Der Gründer und mittlerweile hauptamtliche Mitarbeiter und Leiter eines evolutionskritischen Museums dieser Organisation ist Ken Ham. Gebürtiger Australier mit einem akademischen Abschluss in angewandter Biologie arbeitete er zunächst als Lehrer. Er lebt  seit 1987 in den USA und ist Autor zahlreicher evolutionskritischer Schriften. Er leitet die Organisation mit einem Kreis ehrenamtlicher Mitarbeiter. Answers in Genesis hat in den USA einen großen Einfluss und besitzt wie das Institute for Creation Resarch eine eindeutig evangelistische Ausrichtung, d.h. es möchte die Evolutionstheorie in Frage stellen, um ein zentrales Hindernis auf dem Weg zum Glauben hinwegzuräumen.

Es stellt auf seiner Webseite evolutionskritische Texte in 11 Sprachen bereit. Vom 5. bis 8. November werden seine Mitarbeiter eine evolutionskritische Vortragsreise in Österreich halten (Graz, Salzburg, Wien).

 

Biologicinstitute/  Google Page Rank 4/10

Eine 2005 von Vertretern der Intelligent Design Bewegung gegründete evolutionskritische Organisation, deren Sitz in Wyoming/USA ist und im Leitungskreis Fachleute hoher akademischer Position und -Qualifikation enthält. Es hat sich als besondere Aufgabe die evolutionskritische Forschung gestellt.

 

Fazit:

Zwei geläufige Vorwürfe gegenüber Evolutionskritik sind die Vermischung von Religion und Glaube und das Fehlen von anerkannten Fachpublikationen.
Der erste Vorwurf trifft jedenfalls auf Wort und Wissen und, wie wir hoffen, auch auf uns nicht zu: wir unterscheiden klar zwischen dem, was wir wissenschaftlich belegen bzw. noch nicht belegen können, und was aufgrund einer biblischen bzw. in unserem Falle einer Gesamtsicht der kirchlichen Lehre philosophisch und theologisch zu erwarten wäre.
Der zweite Vorwurf enthält ein Stück Ungerechtigkeit, da es seit Jahrzehnten unmöglich ist, in Peer-Reviewed-Fachzeitschriften evolutionskritische Grundsatzartikel zu veröffentlichen und jüngste Fälle wie etwa der des Katholiken
Dr. Guillermo Gonzales./  zeigen, dass die leiseste Andeutung (in seinem Falle in einem Buch) einer evolutionskritischen Haltung die akademische Laufbahn schwer beschädigen oder sogar beenden kann. Die einzige Möglichkeit ist eine eigene, Peer-Reviewed-Fachzeitschrift zu schaffen, die fachlich auf derselben Augenhöhe steht wie säkulare Zeitschriften wie das Journal for Molecular Evolution u.ä. Dies ist dieses Jahr mit der Begründung der Zeitschrift Bio-Complexity geschehen. Sie wurde von Vertretern der Intelligent Design Bewegung als Open Acces Journal begründet. Sein Herausgeber sowie das Editorial Board, das fachlich verantwortlich für den Peer- Reviewprozess ist (und damit entscheidet, welche Artikel erscheinen), besteht aus Fachwissenschaftlern, die auch in der säkularen Wissenschaft einen Namen und eine meist hohe akademische Position haben. Deutschsprachige Mitglieder sind der Stellvertretende Vorsitzende der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, der Pharmakologe Prof. Dr. Peter Imming/Halle und der frühere Vorsitzende von Wort und Wissen, der Mikrobiologe  Prof. Dr. Siegfried Scherer.de/ München ... sowie  Dr. Guilllermo Gonzales. Da der Hintergrund „Intelligent Design“ ist, greift der Vorwurf von Vermischung von Religion und Glaube nicht, denn die Intelligent Design Bewegung hält sich streng an der Grenze „hier haben wir Hinweise auf einen Schöpfer“ - ohne über diesen Schöpfer weitere Aussagen zu machen. Das neue Journal ist selbstverständlich auch für Intelligent Design - kritische Beiträge offen:  Wissenschaft verlangt die freie Diskussion! Möglicherweise wird „Bio-Complexity“ dem „Journal of Creation“ von Creation Ministries bald den Rang als weltweit beste evolutionskritische Fachzeitschrift ablaufen. Auch in der Evolutionskritik sind, wie überall in der Wissenschaft, freie Diskussion und fairer Wettbewerb Garanten für wissenschaftliche Exzellenz.

 

Die englischsprachigen Organisationen unterhalten alle einen Vortragsdienst, geben üblicherweise wenigstens eine Zeitschrift heraus, die normalerweise Nachrichten und Veranstaltungshinweise, allgemein verständliche wie Fachartikel sowie Literaturangaben enthält, manchmal auch mehrere Zeitschriften - allgemein verständlich und fachlich getrennt. Die Zeitschriften erscheinen durchweg nur viertel- bis halbjährig und werden auch nach Übersee versandt; auch wegen des günstigen Dollarkurses sind Abonnements sehr günstig, in der Größenordnung 30 bis höchstens 50 Euro pro Jahr. Weiterhin publizieren sie , eigene bzw. machen in ihren meist vorhandenen Onlineshops „Fremdliteratur“ von der Broschüre bis zum Fachbuch zugänglich. Allgemein verständliche wie fachliche evolutionskritische (!) englischsprachige Literatur ist übrigens in Deutschland auch über www.amazon.de und besonders über www.buecher.de meist problemlos erhältlich.

Die Websites sind zugegeben um 2 Klassen besser als unsere, selbst nach der dringend nötigen Überarbeitung. Es ist letztlich eine Frage von Manpower, und die Organisationen, die sich einige hauptamtliche Mitarbeiter leisten können, spielen da gleich ein par Ligen höher ... .

Alle genannten Organisationen sind Ziele erbitterter und oft unsachlich wirkender Angriffe sowohl von säkularen Wissenschaftlern als auch von die Evolutionstheorie akzeptierenden Christen. Als „unsachlich“ sehen wir z.B. an, wenn Vorwürfe gegen eine Organisation von Personen erhoben werden, die nach eigenem Eingeständnis niemals deren Argumente zur Kenntnis genommen haben oder ihr Ansichten unterstellen, die diese Organisationen in ihren Publikationen ausdrücklich ablehnen. Auch manipulative Techniken kommen zum Einsatz, z.B. der Vorwurf der Diffamierung von qualifizierten hoch angesehenen Evolutionisten durch „Kreationisten“ ohne Quellenangabe aber mit der mehr oder weniger deutlichen Suggerierung eine bestimmte Organisation z.B. in Deutschland Wort und Wissen täte dies oder dies sei typisch für Evolutionskritiker.

 

Warum übersteigt die evangelische Christenheit um „Zehnerpotenzen“ die katholischen Evolutionskritiker?. Ist es immer noch der „Galilei-Komplex“? Darf unser Papst - von dem persönliche Vertraute wie Frau Prof. Alma von Stockhausen von der Gustav-Siewerth-Akademie versichern, dass er schon als Kardinal nicht mehr an die Evolutionstheorie glaubte- angesichts des zu erwartenden negativen Medienechos und der vollständig von Evolutionisten besetzten Päpstlichen Akademie der Wissenschaften in dieser Zeit der krisengeschüttelten Kirche nicht noch einen Angriffspunkt mehr liefern? Verständlich wäre es.

Was aber ist auch zu erwarten, wenn der gelähmte und menschlich außerordentlich zu bewundernde, hochbegabte, aber evolutionistische Physiker Prof. Dr. Stephen Hawking,  Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ist  und öffentlich äußert, das Universum sei ohne göttliche Hilfe entstanden, was sich mit Aussagen des langjährigen Leiters der Vatikanischen Sternwarte, P. Joseph Coyne, praktisch deckt www.theologie-biologie.eu/html/p_george_coyne.html

Oder sind wir Katholiken zu sehr daran gewöhnt, die Initiative und Leitung von religiösen Unternehmungen aller Art den Priestern zu überlassen? Das ist in einem ausgesprochenen Grenzgebiet wie die Evolutionstheorie verheerend: Priester besitzen nicht die naturwissenschaftliche Ausbildung, um fachliche Argumente pro- und contra Evolution beurteilen zu können. Das ist ja auch gar nicht ihre Aufgabe. Normalerweise werden sie sich in naturwissenschaftlichen Fragen auf den entsprechenden Mainstream verlassen - und der ist eben eindeutig evolutionistisch. Und als Folge im schlimmsten Falle ihre Theologie so anpassen, dass sie mit der Evolutionstheorie problemlos vereinbar erscheint. Damit werden fachkompetente Laien nicht zu entsprechender evolutionskritischer Arbeit motivieren. Oder demotiviert. Und so schließt sich ein Teufelskreis. Fast alle Freunde und Mitarbeiter der SG Theologie und Biologie sind zunächst aus fachlichen, nicht theologischen oder philosophischen Gründen evolutionskritisch eingestellt!

 

Es geht bei der fachlichen Seriosität nicht nur um die Suche nach der Wahrheit, der wir uns natürlich verschreiben. Unsere katholische Kirche ist  die mater et magister populorum, die Mutter und Lehrerin der Völker, und das auch mittelbar im säkularen Bereich, wenn man an das katholische Bildungswesen denkt angefangen mit den Klosterschulen, die das Wissen der Antike erhielten und weitergaben. Es geht ferner auch darum, keine unnötige Angriffsfläche für entsprechende Medien zu bieten.

 

Wir wünschen Ihnen schöne Tage viel Freude beim Studieren dieses bisher längsten Newsletters der Studiengemeinschaft und freuen uns auf Ihre Reaktionen ).

Ihre Studiengemeinschaft Theologie und Biologie

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Newsletter vom 10.5.2010: Ist Darwin ein Kirchenlehrer, sind Großaffen Menschen?
 

 Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren
Schöpfungsforschung in der heutigen Zeit -mehr gegen den Strom geht es wohl nicht. Und das auch innerhalb der katholischen Kirche. Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass Christen sich einfach freuen, direkt aus der Hand Gottes geschaffen zu sein statt durch anonyme und grausame („Überleben des Stärksten“) Prozesse? Prozesse, die Gott so weit an den Anfang der Zeit „verbannen“ („Erfinder der Evolution vor Jahrmilliarden“), dass man Ihn in der Realität auch ganz vergessen kann? Ein Dogmatikprofessor aus Paderborn wollte trotzdem keinen geringeren als Charles Darwin zu einem Kirchenvater machen, wir zitieren aus dem Bericht von Radio Vatikan:

„Er ist gekommen, um eine Revolution auszulösen. Dieter Hattrup ist Professor für Dogmatik in Paderborn und nach Rom gereist, um Charles Darwin als Kirchenvater bekannt zu machen. In der vergangenen Woche hat er darüber im Germanicum, dem deutsch- ungarischen Priesterseminar in Rom, gesprochen. Langläufig wird der legendäre Evolutionstheoretiker ja ganz anders verstanden, seine Neubewertung begründet Professor Hattrup so: ‚Ich sage immer, derjenige, der das Leben gibt, ist Vater oder Mutter. Und wenn wir Darwin auf die richtige Weise anschauen, dann können wir Freiheit besser erkennen. Die Freiheit des Menschen und die Freiheit des Schöpfers. Und das bringt uns Gott näher, bringt uns mehr Leben im Glauben. Und wer uns mehr Leben gibt, hatten wir gesagt, der ist uns Vater und Mutter. So kann man sich überlegen, ob man Darwin nicht einen „verborgenen Kirchenvater“ oder einen ‚Kirchenvater ehrenhalber’ nennen will.’

(Quelle: http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=352384  vom 10.5.2010)

Weiß Prof. Hattrup nicht, dass Darwin zwar als gläubiger anglikanischer Geistlicher seine Laufbahn begann, aber am Ende seines Lebens sagte, er könne nicht verstehen, dass jemand das Christentum für wahr halten könne? Und Jahrzehnte keine Kirche mehr besucht hatte. Kürzlich schrieb Prof. Dr. Volker Sommer, ein international führender Menschenaffenforscher, in der Zeitschrift des „Dachverbandes“ der deutschen Biologen und biowissenschaftlichen Fachgesellschaften „Biologie in Unserer Zeit“: „Bereits Darwin wollte „Echos der evolutionären Vergangenheit“ auch in unseren so genannten ‚geistigen’ Dimensionen (Verhalten, Selbstbild, Glaubensvorstellungen, soziale Normen) erkannt haben. ‚Einmalige’ Charakteristika wie Sprache, Technologie oder Kultur sollten dennoch zunächst den Menschen vom Tiere scheiden. Freilandstudien an Menschenaffen lösten die Mensch-Tier-Grenze weiter auf. Orang-Utans oder Schimpansen wurden dabei zunehmend vermenschlicht und Menschen vertierlicht.“
Eine wesensmäßige Unterscheidung von Mensch und Tier ist für Prof. Sommer unhaltbar. Folgerichtig wollen „Bioethiker“ wie Peter Singer schon seit den 1980er  Jahren Großaffen das Recht auf Leben oder körperliche Unversehrtheit zugestehen sowie medizinische Experimente mit ihnen verbieten. Und sie sogar als „Personen“ definieren, da sie sich in andere Wesen hineinversetzen, in die Zukunft denken und wie wir leiden könnten. Das ehedem katholische Spanien hat 2009 solche Rechte gesetzlich verankert. Nach beständiger Lehre der Kirche ist der zentrale Unterschied zwischen dem Menschen und allen Tieren, dass nur der Mensch als Abbild Gottes eine unsterbliche Geistseele hat.

Es passen dazu zwei andere Nachrichten aus Deutschland: Bei einer Einladung des Bundestages in diesem Frühjahr zu einem Fachgespräch zum Thema "Grundrechte für Menschenaffen" sprach u.a. ein Abgeordneter von Bündnis90/Die Grünen und ein Vertreter des „Arbeitskreises Juristen für Tierrechte“. Und der Gründungsdirektor des „Institutes für theologische Zoologie“ in Münster Dr. theol. Rainer Hagencord.  Das Institut ist seit Winter 2009 an die Philosophisch-Theologische Hochschule der Kapuziner in Münster angeschlossen. Ziel des Institutes ist eine „theologische Würdigung“ des Tieres. Das möchten wir auch – Tiere als wunderbare Geschöpfe Gottes verstehen, die auch durch die Genialität ihrer Konstruktion auf ihren Schöpfer hinweisen. Das Institut dagegen will im Dialog mit den Naturwissenschaften „und vor allem mit dem Evolutionsparadigma“ eine „lange fällige Distanzierung“ von einem angeblich „biblisch unhaltbaren Anthropozentrismus“ einleiten. Ausdrücklich lehnt es das Institut ab, den Menschen als „Krone der Schöpfung“ und als „einzig beseeltes Lebewesen“ zu bezeichnen. Dabei ist es eine alte und von der Kirche in der Scholastik übernommene Lehre, dass sowohl Pflanzen als auch Tiere eine – wenn auch nicht unsterbliche – Seele besitzen. Diese ist das „Prinzip“ des Lebens, sie bewirkt, dass sich Lebewesen „von selber“ bewegen, wie der Hl. Thomas von Aquin schreibt. Der Mensch dagegen nach soll nach Dr. Hagencord nicht länger als „vom Himmel gefallen“ gelten. Das Institut unterstreicht, eine „theologischen Zoologie“ könne nur gelingen, wenn sie sich von „fundamentalistischen Verkürzungen” von Mensch und Tier, Gott und Welt abgrenze.

Schon weil das nicht näher definiert wird, fühlen wir uns damit natürlich nicht angesprochen, fürchten aber, dass unsere Positionen wohl als solche „fundamentalistischen Verkürzungen“ gelten. Ein Hinweis darauf mag sein, dass die Schirmherrin des Institutes keine geringere als Jane Goodall ist: Jane Goodall ist seit 1960 eine Pionierin der Erforschung wildlebender Schimpansen und hat zahlreiche wissenschaftliche Erfolge und Ehrungen erlangt. Sie vertritt einen atheistischen Evolutionismus und sieht den Unterschied zwischen Menschenaffen und Menschen als sehr gering an – „lediglich“ die Sprache trenne beide. Folgerichtig bezeichnet sie z.B. weibliche bzw. männliche Menschenaffen nur jeweils als Schimpansen-Männer, Gorilla-Frauen etc. Wir vermuten, dass das Institut eine ähnliche Linie vertritt. Wozu soll das eigentlich nutzen? Um ehrlich zu sein: Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, wozu unsere Arbeit in der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie dienen soll: Menschen zu Gott zu führen, Hindernisse in der Annahme Jesu als Herrn hinweg zu räumen. Ein bekannter US-amerikanischer evangelischer Evangelist unserer Tage sagte, wenn er nur eine halbe Stunde Zeit hätte, einen Menschen zu Christus zu führen, würde er 25 Minuten darauf verwenden ihm zu zeigen, dass es überhaupt einen Schöpfer gibt und erst dann 5 Minuten von Jesus von Nazareth sprechen..

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen noch eine gnadenreiche Osterzeit,

Ihre Studiengemeinschaft Theologie und Biologie

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Newsletter vom 5. 11. 2009

Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren,
Das Jahr 2009 wurde zum Darwinjahr erklärt, weil 2009 der 200. Geburtstag Charles Darwins und der 150. Jahrestag des Erscheinens seines Hauptwerkes "Über die Entstehung der Arten" (On the Origin of Species) war. Eine Fülle von Veranstaltungen, Kongressen und Vorträgen gedachte dieser beiden Jubiläen, fast immer im Sinne "die größte wissenschaftliche Entdeckung der Neuzeit" und ähnliches.

Dabei gingen einige katholische evolutionskritische Veranstaltungen in der großen Medienwelt ziemlich "unter", und kritische Argumente zur Wirkungsgeschichte von Darwins Theorie wurden nur wenig gehört. Über beides soll dieser Newsletter berichten.
Im Februar fand an der Römischen Sapienzia-Universität eine erweiterte Wiederholung des evolutionskritischen Seminars vom November 2008 statt, über das auf unserer Webseite bereits berichtet wurde. Dieses Mal fand sich auch ein Medienecho; die italienische Zeitschrift "Radici Cristiane" berichtete ausführlich über diese Veranstaltung, die von unserer Mutterorganisation, dem Kolbe-Center for the Study of Creation, organisiert wurde. Auf unserer Webseite die entsprechenden (leider italienischen) Seiten .

Mitte September gab es in Deutschland ein vergleichbares Seminar von 4 Tagen Dauer in der Gustav-Sieverth-Akademie etwa eine Autostunde nördlich von Konstanz. Die Gustav-Sieverth-Akademie ist eine der wenigen deutschsprachigen katholischen Bildungsinstitutionen, die seit ihrer Gründung eine entschieden evolutionskritische Position einnimmt, wie zahllose Veröffentlichungen zeigen. Auch zwei Referenten der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie sprachen dort über "Intelligent Design". Da die Verantwortlichen dieses Seminars keine Vorabveröffentlichung von Bildern oder Texten wünschen, müssen wir an dieser Stelle auf den im Druck befindlichen entsprechenden Tagungsband verweisen. Sobald er vorliegt, wird er auf der Webseite der Gustav- Siewerth-Akademie beziehbar sein http://www.siewerth-akademie.de . Bereits jetzt finden sich dort lesenswerte evolutionskritische Veröffentlichungen.

Dominique Tassot, der auf beiden Tagungen Referent war, hat diesen Sommer das Buch "Die Evolution - Eine Schwierigkeit für die Wissenschaft, eine Gefahr für den Glauben" (L'évolution - une difficulté pour la science, un danger pour la foi") beim Verleger Pierre Tequi/Paris veröffentlicht. Einige wesentliche Argumente, weswegen die Evolutionstheorie ab 1859 so rasch ihren "Siegeszug" antreten konnte, möchten wir hier wiedergeben: Richard Dawkins sagte sehr treffend 1986: "Die Evolutionstheorie lieferte die intellektuelle Rechtfertigung, Atheist zu sein". Das heißt, für die unermesslich komplexen und offenbar gezielt konstruierten biologischen Strukturen war kein Schöpfer mehr erforderlich. Darwin selber war sich des Widerstandes der Fachleute bewusst, weswegen er in einem Privatbrief 1860 formulierte: "Es ist sehr wichtig, dass meine Ideen von intelligenten Menschen, die mit wissenschaftlichen Argumenten vertraut sind, gelesen werden, die aber keine Naturwissenschaftler sind. Das mag absurd erscheinen, aber ich gehe davon aus, dass diese Menschen langsam aber sicher die Fachleute 'mitziehen', die verstockt an die Unwandelbarkeit der Arten glauben".

Zur Zeit Darwins gab es in Großbritannien zwei bestimmende soziopolitische Strömungen: Der Liberalismus und der Sozialismus. Der Liberalismus entstand aus der industriellen Revolution und basierte auf der Ausschaltung des Konkurrenten durch sich rascher und kostengünstiger entwickelnde Unternehmen. Dieser ständige, oft mörderische Wettbewerb am Markt sicherte den industriellen Fortschritt. Gleichzeitig schrieb Karl Marx an den französischen Arbeiterführer Lassalle "Das Buch von Darwin ist sehr wichtig und dient mir dazu, durch die Naturwissenschaften den Klassenkampf in der Menschheitsgeschichte zu rechtfertigen" (16.1.1860). Die Arbeiterklasse ist angepasster an die neuen Verhältnisse als das Bürgertum und wird die Macht übernehmen.

Trugen wirklich nur wissenschaftliche Gründe zur Annahme der Evolutionstheorie bei, oder "passte" diese nicht sowohl Liberalisten als auch Sozialisten als ideologischer Unterbau? Soweit die Argumente von Monsieur Tassot. Vielleicht sei hinzugefügt, dass auch evolutionskritische Ansätze nicht an die absolute Konstanz der Arten "glauben", sondern vielmehr an eine Variation der biologischen Arten innerhalb ihres "Grundtypes", das ist eine höhere taxonomische Kategorie etwa zwischen Familie und Gattung. Prof. Dr. Lutz Sperling, Lehrbeauftragter an der Gustav-Sieverth-Akademie, hat in 2 Vorträgen zu den innerkirchlichen Wirkungen und dem Wirken Teilhard de Chardins, "der" Ikone katholischer "Versöhnung mit der Evolution" Stellung genommen. Beide sind im Anhang beigefügt bzw. auf unserer Webseite unter "Links& Downloads" verfügbar. Der georgische Priesteramtskandidat Josef Djougachvili (genannt Stalin) verlor nach der Lektüre von "Über den Ursprung der Arten" den Glauben, und Hitler setzte Darwins Lehre in seinem Sozialdarwinismus der "Herrenrasse" brutal in die Wirklichkeit um. Der chinesische Diktator Mao stand dem nicht nach. Nahezu alle heutigen Evolutionstheoretiker lehnen die Verbrechen von Stalin, Hitler und Mao ab; aber ist es nicht paradox, wenn ausgerechnet Katholiken eine mit solchen Folgen belastete wissenschaftliche Theorie mit theologischen und philosophischen Argumenten verteidigen? Warum ist es praktisch unmöglich, innerhalb katholischer Einrichtungen in Deutschland fachliche Evolutionskritik wenigstens vorzutragen? Darauf überlassen wir Ihnen die Antwort - wir kennen sie nicht.

Glücklicherweise ist es nicht in allen Fällen unmöglich, Evolutionskritik in der katholischen Kirche zu referieren: Der schon genannte Prof. Sperling konnte kürzlich in 2 Vorträgen - vor Pfarrhaushälterinnen und in seiner örtlichen katholischen Akademie - kritisch zur Evolutionstheorie sprechen, und am 9. November findet erneut in Rom selber ein evolutionskritischer Vortragstag im Auditorium der Universität St. Pius V. (Via Cristoforo Colombo, Nr. 200) statt. Der Eintritt ist frei obwohl die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist. Er ist offen für die Allgemeinheit und Vertreter der Presse und Medien, aber Reservierungen werden empfohlen. Reservierungen können per Email vorgenommen werden unter noevolutioninfo@gmail.com . Wir fügen Ihnen hier das Programm als weitere Anlage an - zugegeben, mit 4 anhängenden Dateien ist die Grenze des Erträglichen erreicht. Natürlich muss eine naturwissenschaftliche Theorie mit naturwissenschaftlichen Argumenten widerlegt werden; wir hoffen, dass auf der Webseite der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie www.theologie-biologie.eu ein Eindruck der fachlichen Schwächen der Evolutionstheorie(n) vermittelt werden kann. Weiterführende Literatur ist ebenfalls dort angegeben und für Fragen, kritische Anmerkungen und vielleicht Einladungen zu Vorträgen sind wir jederzeit offen.

Ihre Studiengemeinschaft Theologie und Biologie


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Newsletter vom 5. 6. 2009

Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren,
Der Glaube an einen Schöpfergott scheint doch in der Bevölkerung tiefer verwurzelt zu sein, als man nach 150 Jahren Evolutionsforschung und Evolutionslehre an den Schulen und in der Öffentlichkeit erwarten dürfte. Im Februar erschien in Science, der mit “Natur”  weltweit führenden Fachzeitschrift, ein Artikel, demzufolge kreationistische Glaubensideen (“creationist beliefs” im Originalzitat) in Europa weiter verbreitet seien, als es den Anschein habe. Einer kürzlich durchgeführten Umfrage zufolge zweifelten 20% der Deutschen an der Evolutionstheorie. In den USA ist der Glaube an die Evolutionstheorie noch weniger verbreitet:
Science berichtete im April dieses Jahres sehr heftig negativ, dass im US-Bundesstaat Texas neue Richtlinien für den Unterricht an öffentlichen Schulen erlassen wurden, nach denen die Evolutionstheorie nicht mehr als absolute, quasi-dogmatische Wahrheit gelehrt werden soll, und das auch in Biologiebüchern. Texas ist einer der größten Märkte für US-Schulbücher, so dass diese Entscheidung weit reichende Konsequenzen haben könnte. (Siehe Dateianhang mit den entsprechenden Zitaten aus Science  hier downloadbar   85 KB pdf).

Gilt doch gerade die Evolutionstheorie unter den Biologen und Wissenschaftlern als die am besten abgesicherte Theorie, die es in der Biologie überhaupt gäbe. Solche Statements haben große Ähnlichkeiten mit einem Glaubensbekenntnis. Gegenteilige Befunde werden in den meisten Fällen überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Da können einem schon Zweifel kommen, wenn eine bestimmte Theorie oder Lehrmeinung als so absolut sicher zu gelten hat, dass Andersdenkende und -forschende mit disziplinarischen Mitteln (keine dauerhafte Anstellung, Verweigerung einer akademischen Laufbahn etc.) ins Abseits gestellt werden. Beispiele über einige Naturwissenschaftler aus neuerer Zeit, denen es so erging, finden Sie auf unserer Webseite:
http://www.theologie-biologie.eu/html/dr__gonzales.html
http://www.theologie-biologie.eu/html/prof__michael_reiss.html
http://www.theologie-biologie.eu/html/prof__giertych.html
Ein aktuelles Beispiel ist der Fall einer Biologiestudentin, die vor ihrer Fachgruppe evolutionskritische Ansichten geäußert hatte. Sie wurde mit Mobbing-Methoden von ihrer Diplomandenstelle "herausgeekelt" und muss jetzt verzweifelt versuchen, an einer anderen Universität ihr Studium mit der Diplomarbeit abzuschließen. Es ist wohl nicht nur graue Theorie, wenn Prof. Dr. Dawkins, Biologe und militanter Atheist, einmal geäußert hat, sein erster Impuls gegenüber einem Studenten, der die Evolutionstheorie ablehnt, wäre, diesen aus dem Hörsaal hinauszuwerfen.


Intelligent Design (ID)
Der Gedanke des ID steht auch in engem Zusammenhang mit den Pfingstfest, dem Herabkommen des Heiligen Geistes, in dessen Oktav wir uns liturgisch noch befunden. Von den 7 Gaben, die der Heilige Geist den Christen verleiht, sind 4 (Weisheit, Verstand, Wissenschaft und Rat) auf den Verstand bzw. das Erkenntnisvermögen bezogen. Die 12 Früchte des Heiligen Geistes (Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit) beziehen sich alle auf die "Ordnung des Leidenschaften" wie es Thomas von Aquin, unser größter Theologe, ausdrücken würde. Dem Heiligen Geist kommt also als besondere Rolle die Erleuchtung des Erkenntnisvermögens sowie die Stärkung der beiden höchsten Teile unserer unsterblichen Geistseele, der Fähigkeit zu Erkenntnis und zur Liebe. Dabei geht die Erkenntnis der Liebe bzw. dem Willen voraus: wir können nur lieben, was wir kennen. Und deswegen sind Forschung und Erkenntnissuche DIE menschentypischen Eigenschaften. Grundidee des Intelligent Design ist, dass wir in der Welt der Technik quasi automatisch vom Vorliegen einer sinnvollen Konstruktion auf das Vorhandensein und die Kunst des Konstrukteurs schließen. Niemand käme auf die Idee, ein Auto oder einen Airbus dem schrittweisen Zusammenwirken zufälliger Prozesse zuzuschreiben. Aufgrund desselben Analogieschlusses finden wir in der belebten Welt Hinweise auf einen Schöpfer der Lebewesen. Design meint hier zuerst eine zweckgerichtete Anordnung von Teilen, die eine Funktion besitzt und damit eine Zielorientierung erkennen lässt. Design beinhaltet an sich schon die Idee eines Schöpfers - bei Menschen eines Künstlers, Handwerkers, Ingenieurs oder Programmierers. Intelligent wird hinzugefügt, um das Vorhandensein dieses planenden Wesens zu unterstreichen. Der Begriff Design wird auch von Evolutionstheoretikern für Ergebnisse der ungerichteten, zufälligen Evolution gebraucht - wobei der Zufall der Designer sein soll.


Bibel und kirchliches Lehramt zur Idee des Intelligent Design
Die Idee des ID ist nicht neu; sie wird bereits im Buch der Weisheit Salomons im Kapitel 13 aufgegriffen, weiterhin im Römerbrief, in der Konstitution Dei Filus des I. Vatikanischen Konzils und nicht zuletzt in der Enzyklika Humani Generis von Papst Pius XII. Selbst heidnische Philosophen wie Sokrates und dessen Schüler Xenophon argumentierten in Athen um 400 vor Christus auf dieser Grundlage. König Salomon schrieb vor 3000 Jahren: "Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht, sondern hielten das Feuer, den Wind, die flüchtige Luft, den Kreis der Gestirne, die gewaltige Flut oder die Himmelsleuchten für gewaltige Götter. Wenn sie diese, entzückt über ihre Schönheit, als Götter ansahen, dann hätten sie auch erkennen sollen, wie viel besser ihr Gebieter ist; denn der Urheber der Schönheit hat sie geschaffen. Und wenn sie über ihre Macht und Kraft in Staunen gerieten, dann hätten sie auch erkennen sollen, wie viel mächtiger jener ist, der sie geschaffen hat; denn von der Größe und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen. (Weisheit 13,1-5)."

Auch der Völkerapostel Paulus geht darauf ein, dass die Existenz Gottes aus der Schöpfung erkannt werden kann: "Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar (Röm 1, 18- 20)." Das Vatikanische Konzil erklärte: "Die Heilige Mutter die Kirche hält fest und lehrt: Gott, aller Dinge Grund und Ziel, kann mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen mit Sicherheit erkannt werden (DS 3004)". Diese Zitate spiegeln alle die Idee des Intelligent Designs wieder.


Man muss weder Christ noch Jude sein, um auf derartige Gedanken zu kommen. Der griechische Philosoph, Ingenieurwissenschaftler (wie wir heute wohl sagen würden) und General Xenophon berichtet ein Gespräch seines Lehrers Sokrates -der kein geringerer ist als, zusammen mit Moses, der Begründer der abendländischen Philosophie- mit dem Athener Aristodemos: "Scheinen dir nun die bewunderungswürdiger zu sein, welche seelenlose und unbewegliche Bilder schaffen, oder die, welche beseelte und selbsttätige Lebewesen schaffen?" "Natürlich, beim Zeus, die Schöpfer lebender Wesen, wenn diese nicht überhaupt irgendeinem Zufall ihre Entstehung verdanken, sondern einer schöpferischen Vernunft." "Von den Gegenständen, bei denen unsicher ist, wozu sie da sind, und denen, die offensichtliche einem nützlichen Zweck dienen, welche hältst du da für Werke des Zufalls und welche für Werke einer schöpferischen Vernunft?" "Natürlich sind die einem nützlichen Zweck dienenden Gegenstände die Werke einer schöpferischen Vernunft." "Scheint dir nun nicht derjenige, der von Anfang an die Menschen schuf, ihnen zum Nutzen mitgegeben zu haben, wodurch sie alles wahrnehmen können, nämlich die Augen, um das Sichtbare zu sehen, und die Ohren, um das Hörbare zu hören? Und was hätten wir wohl von den Düften für einen Gewinn, wenn uns keine Nasen gegeben wären? ( ..). Scheint dir das nicht überdies auch einem Werk der Vorsehung zu gleichen, dass sie das Auge, da es verletzlich ist, durch die Augenlieder geschützt hat, welche im Gebrauchsfalle sich öffnen, im Schlaf aber sich schließen; und dass sie, damit die Winde nicht schaden, die Augenwimpern als Sieb eingefügt hat? (...) obwohl dies so vorsorglich eingerichtet ist, bist du darüber im Zweifel, ob dies das Werk des Zufalls oder einer schöpferischen Vernunft ist?" "Doch nein, beim Zeus, "erwiderte Aristodemos", wenn man es so betrachtet, gleicht dies allerdings ganz dem Werk eines weisen und freundlichen Werkmeisters." Xenophon, Erinnerungen an Sokrates, I, 4, 4-7.

Schlussfolgerung
Intelligent Design steht also nicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche oder der natürlichen Vernunft. In wieweit diese Idee wissenschaftlich vertretbar ist, können Sie auf http://www.theologie-biologie.eu/html/intelligent_design.html nachlesen. Mit Intelligent Design kann man allgemein auf die Existenz eines Gottes schließen. Auch lassen sich aus der Schöpfung ein Teil der Eigenschaften dieses Gottes herauslesen - mehr aber auch nicht, wie man ja auch nicht durch Untersuchung eines Automobils nähere Informationen über z.B. Körpergröße oder Haarfarbe der Konstruktionsingenieure erhalten kann. Man kann durch die Betrachtung der Schöpfung die Wesenheit dieses Gottes nicht umfassend verstehen. Deshalb gibt es die vielen unterschiedlichen Gottesbilder bei den verschiedenen Religionen. In jeder Religion macht sich der Mensch auf die Suche nach Gott. Aber etwas Gesichertes wissen über Gott kann man nur, wenn dieser Gott sich selbst offenbart und den Menschen mitteilt, wie Er ist. Aufgrund dieser Offenbarung wissen wir Christen, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist. Das meiste und wichtigste über Gott wissen wir nur aus den 3 Jahren von Jesu Wirken und Predigt sowie der über tausendjährigen Vorbereitung Seines Wirkens durch die Propheten und die inspirierten biblischen Autoren..

Nun verbleiben wir mit freundlichen Grüßen in dieser Pfingstoktav 2009 und in Erwartung des Hochfestes der Heiligen Dreifaltigkeit und des Fronleichnamsfestes,
Ihre
Studiengemeinschaft Theologie und Biologie

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Newsletter vom 15. 2. 2009

Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren

die Reaktion auf unsere Newsletter Premiere Mitte Dezember 2008 fiel sehr unterschiedlich aus. Bei allen sowohl zustimmenden als auch ablehnenden Reaktionen war der Höhepunkt, dass uns ein deutschsprachiger Weihbischof ausdrücklich ermutigt hat, unsere Arbeit fortzusetzen.
Darwin wäre dieses Jahr am 12. Februar 200 Jahre alt geworden. Die Veröffentlichung seines Hauptwerkes "Über die Entstehung der Arten im Tier- und Pflanzenreich durch natürliche Züchtung" 1859 liegt genau 150 Jahre zurück. Darwins Theorie schlug damals wie ein Blitz ein, rief zahlreiche Befürworter wie Gegner auf den Plan. Grund genug, sich bewusst zu werden, dass diese Diskussion heute wieder dabei ist, mit neuer Intensität aufzuflammen. Wurde doch dieses Jahr weltweit zum Darwinjahr benannt und die Fach- wie die Laienmedien bringen eine Flut von Artikeln dazu. So hat die "Wissenschaftliche Buchgesellschaft" die erste deutsche Übersetzung des Hauptwerkes von Darwin, dessen erste Auflage in Großbritannien binnen weniger Tage ausverkauft war, aus dem Jahr 1860 neu aufgelegt. Im Vorwort des Tübinger Professors für die Geschichte der Naturwissenschaften Thomas Junker finden wir einen interessanten Hinweis auf den renommierten Paläontologen Heinrich Bronn. Bronn war der deutsche Übersetzer der ersten Auflage von Darwins Hauptwerk: Interessanterweise teilte Bronn die Grundpositionen Darwins überhaupt nicht und bezog noch kurz vorher öffentlich Stellung gegen diese. Prof. Bronn hielt bis zu seinem Tod 1862 an seiner Opposition fest. Das ist ein sehr anschauliches Beispiel dazu, wie Wissenschaft eigentlich arbeiten sollte, nämlich sachlich durch das Wahrnehmen und Diskutieren gegensätzlicher Hypothesen und Theorien mit dem Ziel, die Wahrheit zu finden. Dazu gehört es auch gelegentlich, dass man sogar die Kollegen, die andere fachliche Meinungen vertreten, unterstützt wie Prof. Bronn es tat. Prof. Junker führt dazu weiter aus (Zitat S. 16) "Aus der Geschichte der Evolutionstheorie ist bekannt, dass sich vor allem jüngere, politisch liberale und areligiöse Biologen von Darwin überzeugen ließen. Die überwältigende Mehrheit der älteren, politisch konservativen oder religiösen Wissenschaftler lehnte Darwins Theorien dagegen ab".

Leider erleben wir heute in der wissenschaftlichen Gemeinschaft überwiegend eine ganz andere Grundhaltung: ein Wissenschaftler, der fachliche Zweifel an der Evolutionstheorie äußert, muss mit schweren negativen Konsequenzen für seine Laufbahn rechnen; einige aktuelle Beispiele finden Sie auf unserer Webseite: http://www.theologie-biologie.eu/html/wissenschaftler.html .
Warum ist das so? Vielleicht liefert das führende Wissenschaftsmagazin "Science" in der ersten Folge seiner Artikelserie zum Darwinjahr eine Erklärung: In seiner Ausgabe vom 9. 1. steht in dem Artikel "Darwins Originality" von Peter J. Bowler (S. 223- 226) folgendes: "Viele Leute empfanden es als hart, natürliche Selektion als (Schöpfungs-)Mechanismus entweder eines göttlichen Wohlwollens oder als eine vernünftig aufgebaute kosmische Teleologie (Ausrichtung auf ein Ziel, die SG) zu akzeptieren. Selektion passte Arten an eine ständig ändernde Umgebung an, und sie tat dies durch den Tod nutzloser Variationen im Kampf ums Dasein. Dies schien kein Schöpfungsmechanismus eines wohlwollenden Gottes zu sein."

In der Tat, die heilige Schrift offenbart uns einen Schöpfergott, der sich selbst als Liebe, Güte, Schönheit und Weisheit charakterisiert Dazu braucht man nur die Bergpredigt oder den Prolog des Evangeliums nach Johannes, dem Schlussevangelium der Messe im außerordentlichen Ritus, zu lesen Dort steht sogar ausdrücklich, dass durch Jesus alles geschaffen ist. Der Widerspruch zwischen dem guten Jesus der Evangelien und dem einer Schöpfung durch Überleben des Stärkeren tritt hier klar zum Vorschein. Es spielen jedenfalls noch andere als rein fachliche Motive eine Rolle, ob man von der Evolutionstheorie überzeugt ist oder nicht, z.B. die Bereitschaft, einen Schöpfergott zuzulassen oder nicht. Dies ist ja auch ein Grund, warum Evolutionskritik zur Neuevangelisierung beitragen kann: http://www.theologie-biologie.eu/html/neu evangelisierung.html: Wenn die Lebewesen nicht binnen Jahresmilliarden durch "Zufall und Notwendigkeit" (Nobelpreisträger Jaques Monod) geschaffen wurden, stellt sich sofort die Frage, woher sie dann kommen - und darauf hat die christliche Predigt eine alte und immer neue Antwort.

In der Science Ausgabe vom 06.02.2009 erschien ein weiterer Artikel zu Darwin unter dem Titel "Über den Ursprung von Kunst und Symbolik" (von Michael Balter, S. 709-711). Demnach gibt es nach konventioneller Zeitrechnung sehr alte, viele Jahrhunderttausende zurückreichende Beispiele für die Fähigkeit zu intellektuellem oder symbolischen Denken der Frühmenschen, sei es in der Werkzeugherstellung, sei es in der Kunst. Das zweifellos beste Beispiel für ein hochkomplexes symbolisches System ist die menschliche Sprache: Beliebige Laute und deren Kombinationen drücken verstehbare Inhalte aus. Nun sind die ersten schriftlichen Sprachaufzeichnungen nur etwa 5000 Jahre alt, aber die Fähigkeit zu symbolischem Denken und damit wohl auch die grundsätzliche Sprachfähigkeit existierten offenbar schon sehr lange vorher. Dieselbe Zeitschrift Science hat letztes Jahr einen Artikel zur Evolution der Sprache gebracht. Sie finden dazu auch einen kritischen Kommentar auf unserer Webseite: http://www.theologie-biologie.eu/html/sprachevolution_kurz.html. Dieser Kommentar wurde in einer führenden deutschsprachigen katholischen theologischen Zeitschrift  veröffentlich und zeigt, dass es nach wie vor keine Erklärung für die evolutionäre Entstehung der Sprache gibt: Sprachen bestehen aus drei Elementen: Vokabular, Formenlehre und Syntax (Wortstellung im Satz). Wir beobachten eine Zunahme im Vokabular, eine Veränderung in der Syntax, aber eine ständige Abnahme der Komplexität in der Formenlehre, obwohl für eine evolutionäre Entstehung genau das Gegenteil der Fall sein müsste. Und genau dies wird im Science Artikel wie auch in allen uns bekannten Büchern über die Entstehung der Sprachen mit evolutionstheoretischem Hintergrund vollständig verschwiegen. Die Evolutionstheorie beansprucht, alle tierischen, pflanzlichen und menschlichen Fähigkeiten erklären zu können. Es ist schon wegen des oben erwähnten Beispiels nicht gerechtfertigt, diesen Anspruch mit einem derartigen Dogmatismus bis hin zu disziplinarischen Sanktionen gegen andersdenkende Wissenschaftler zu verteidigen, wie es in der Öffentlichkeit meist geschieht. Wir sehen darin einmal mehr ein Argument, dass die Evolutionstheorie eben nicht nur eine fachliche Frage ist, wie z.B. ob das Medikament A dem Medikament B überlegen ist oder nicht, sondern dass hier weltanschauliche Motive mit ins Spiel kommen. In Anlage finden Sie noch ein Dokument der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, unseres evangelischen "Vorbildes". Es geht der Frage nach, ob Darwin seinen christlichen Glauben bis zum Tod bewahrte. Darwin begann unmittelbar nach Abschluss seines Theologiestudiums kurz vor seiner Weihe zum anglikanischen Priester seine berühmte 5jährige Weltreise auf dem Forschungsschiff Beagle. Jedenfalls in seinem persönlichen Falle neigte sich die Waage zum Atheismus und Materialismus.

 Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Diskussionsbeiträge.

Ihre

Studiengemeinschaft Theologie und Biologie

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Newsletter vom 15. 12. 2008

Sehr geehrte Damen und Herren, Ehrwürdige Schwestern, Hochwürdige Herren
Es gibt kaum eine wissenschaftliche Theorie, die für den Menschen so weit reichende Konsequenzen nach sich zieht wie die Evolutionstheorie. Sie hat unser Selbstverständnis revolutioniert, sie gilt als die am besten bewiesene wissenschaftliche Tatsache, ihre Auswirkungen erstrecken sich bis hinein in den christlichen Glauben. Der Mensch mit all seinen schlechten, oder theologisch ausgedrückt zur Sünde geneigten Eigenschaften sowie seinem Bedürfnis, an Gott zu glauben, sei nichts anderes als ein Produkt der Evolution. Führende Biologen sehen in der Biologie DIE Grundlagenwissenschaft für Philosophie, Ethik und Religion. Schließlich seien dies Leistungen unseres Gehirns, das selbst von der Evolution aus einem Tiergehirn geformt wurde.

Seit gut einem Jahr gibt es in Deutschland eine Vereinigung katholischer Evolutionskritiker: Die "Studiengemeinschaft Theologie und Biologie" setzt sich für eine fundierte wissenschaftliche Alternativtheorie zur Evolutionstheorie ein. Sie untersucht ebenso die philosophischen und theologischen Konsequenzen der Evolutionstheorie für die katholische Religion. Fachinformation sind auf unserer www.theologie-biologie.eu einsehbar. Zugleich sind wir der offizielle deutsche Zweig der weltweit größten katholischen evolutionskritischen Organisation, des US-amerikanischen Kolbe Center for the Study of Creation (Webadresse s.u.).

Die päpstliche Akademie der Wissenschaften (PAW) hat kürzlich in Rom (31.10. bis 3.11.2008) eine 4tägige Tagung zur Evolutionstheorie abgehalten. Intensive Bemühungen mehrerer katholischer evolutionskritischer Organisationen mit der Unterstützung mehrerer Bischöfe hatten zum Ziel, einen eigenen Vortrag einzubringen. Dennoch kamen nur Redner zu Wort, die von der Evolutionstheorie absolut überzeugt waren. Die Darstellung der zahlreichen Schwachpunkte dieser Theorie, auf unserer Webseite finden Sie einen Überblick, war unerwünscht. Laut Science, der international führenden Fachzeitschrift, war allein Kardinal Schönborn dafür verantwortlich, dass die PAW keine eindeutige "Pro-Evolution" Erklärung abgegeben hat. Im Anhang finden Sie den Science- Artikel. Er enthält nicht nur einen heftigen Angriff auf den Kardinal, sondern auch auf Papst Benedikt XVI.

Katholische evolutionskritische Fachwissenschaftler haben daher an der römischen Al-Sapienza Universität am 3. 11. 2008 eine alternative Veranstaltung organisiert. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Webseite http://www.theologie-biologie.eu/html/events.html. Einer der Redner war der polnische Biologe und langjährige Laienberater von Primas Glemp, Prof. Dr. Maciej Giertich (71), Bruder des Päpstlichen Haustheologen und derzeit Abgeordneter des Europaparlamentes. Er durfte auch an der Tagung der PAW teilnehmen, allerdings als Zuhörer ohne Rederecht. Seinen Bericht über die beiden Tagungen finden Sie ebenfalls im Anhang in englischer Abfassung.

Ihnen allen ist das Problem der schwindenden Glaubenspraxis im deutschen Sprachraum gut bekannt. Dieses Jahr wurden in Deutschland erstmals weniger als 100 Neupriester geweiht. Vielleicht überrascht es Sie, aber die Erfahrung evolutionskritischer Protestanten zeigt, dass Evolutionskritik ein gutes Mittel zur Neuevangelisierung ist. Sicher gehören Sie auch zu den Menschen, die bei einem Mercedes oder Airbus 380 die Leistung und Intelligenz der Konstrukteure bewundern. Was zu Darwins Zeiten noch nicht einmal ansatzweise bekannt war, ist die enorme Komplexität der Lebewesen. Organismen sind enorm komplexer als die größten technischen Meisterleistungen unserer Tage. Warum sollte man nicht von diesen genial konstruierten Lebewesen auf einen genialen Schöpfer schließen können? An den Werken Gottes kann Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, ersehen werden (Röm1, 20). Die Evolutionstheorie blockiert diese logische Schlussfolgerung. Ein Mechanismus, durch den all dies zufällig und von selbst entstanden sein soll, was übrigens wissenschaftlich nicht gesichert ist, verschließt damit einen der ältesten und einfachsten Zugänge zu Gott. Evolutionskritik kann somit Neuevangelisierung erheblich erleichtern, wenn an der absoluten Wahrheit der Evolutionstheorie im Licht einer seriösen Wissenschaft Zweifel geweckt werden. Mehr dazu auf http://www.theologie-biologie.eu/html/neuevangelisierung.html.

Die Evolutionstheorie wirkt sich auch auf das Selbstverständnis des Menschen aus. Statt des Glaubens an die Einzigartigkeit des Menschen lernen unsere Bürger seit Jahrzehnten, es gäbe keinen prinzipiellen Unterschied von Mensch und Tier. Wir können selbst in unseren Evolutionsprozess eingreifen und diesen sogar steuern. Begünstigt dies nicht auch die "Kultur des Todes", von der Johannes Paul II sprach? Kinder werden vor der Geburt hin auf Krankheiten untersucht und unerwünschte einfach ausselektiert. Die gentechnischen Möglichkeiten werden wahrscheinlich bald soweit ausgereift sein, dass Kinder nach Wunsch generiert werden können. Menschen in der sog. Dritten Welt sind viel weniger mit der Evolutionstheorie konfrontiert. Vielleicht erklärt dies, dass zwei indische Bischöfe eigens nach Rom reisten, um an der oben erwähnten Alternativveranstaltung teilzunehmen.

Haben wir mit unserem ersten Newsletter Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf einen Besuch von Ihnen auf unserer Webseite www.theologie-biologie.eu. Gerne stehen wir für jede Form von Fragen oder Anregungen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Studiengemeinschaft Theologie und Biologie

 

 

 

 

 

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