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Wozu überhaupt Evolutionskritik ?
Was nützt es überhaupt den Katholiken und der Kirche, Evolutionskritik zu betreiben ? Wäre es nicht viel besser, unsere Kräfte woanders zu investieren, ist es nicht eigentlich doch ziemlich gleichgültig - oder nur für Spezialisten interessant - ob Gott die Welt direkt oder durch den Schöpfungsmechanismus “Evolution” geschaffen hat ? Und hat nicht die Kirche wichtigere und drängendere Probleme zu lösen, als ausgerechnet der Naturwissenschaft Konkurrenz zu machen ?
Darauf möchten wir auf dieser Seite antworten.
Der erste Grund für Evolutionskritik ist die Erkenntnis der Wahrheit - was an sich schon ein sehr großer Nutzen ist - Die katholische Kirche ist die Mater et magistra populorum, die Mutter und Lehrerin der Völker und Schule und Universität - wie die Krankenpflege - sind in der Christenheit nicht staatliche, sondern ureigentliche kirchliche Aufgabe, da sie einen untrennbaren Bezug zur Wahrheit und zur Nächstenliebe haben und damit zum Heil der Seele. Weiterhin stützt Evolutionskritik die zahllosen biblischen und kirchlichen Lehraussagen, die mit der Evolutionstheorie nicht oder nur schlecht vereinbar sind, einige Beispiele: -Sündenfall und Erbsünde einer ursprünglich guten Menschheit -Jesus Christus ist der Höhepunkt der Schöpfung und Maria Gottes Meisterwerk der Menschheit (und keiner von beiden nur Angehöriger des evolutionäres “Durchgangsstadium” Homo sapiens zwischen Menschenaffe und künftigem Homo superior. -die Wahrheit und Zuverlässigkeit der biblischen Schriften allgemein.
Glaubenstreuen Katholiken, insbesondere Akademikern, kann Evolutionskritik als echte intellektuelle Diakonie das Vertrauen in die Wahrheit und in die Kraft der Bibel und der Dogmen der Kirche wiederherstellen, gegen übermächtiges, gottloses Weltwissen. Aber Evolutionskritik kann noch viel mehr bewirken. Sie kann ein hervorragendes Hilfsmittel bei der Neuevangelisierung sein:
Neuevangelisierung
Wenn die Evolutionstheorie so massiv von Feinden der katholischen Religion benutzt wird, um diese zu erschüttern und Menschen zum Abfall von Christus zu bringen, wie es in der Tat geschehen ist (mehr dazu: hier (auf einer privaten Homepage. Die Studiengemeinschaft Theologie und Biologie identifiziert sich nicht mit dem übrigen Inhalt jener Homepage) sollte man im Umkehrschluß theoretisch erwarten, daß ihre Widerlegung zur Neuevangelisierung beitragen könnte. Und genau das geschieht auch. Im evangelikal- freikirchlichen Bereich gibt es Evangelisten wie den früheren Direktor der Physikalisch- technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Herr Prof. Dr. rer. nat. Werner Gitt, die eine für heutige Verhältnisse bemerkenswert fruchtbare Neuevangelisierung betreiben.
Warum ist Evolutionskritik ein wirksames Mittel der Neuevangelisierung ? Einmal erweitert sie das Themenspektrum von Evangelisationsveranstaltungen. Viele Nichtchristen sind an typischen missionarischen Themen wie „Jesus, Dein Erlöser“ oder „Die Bibel – auch für Dich“ wenig interessiert und würden eine entsprechende Vortragsveranstaltung nicht besuchen. Mit der Evolutionskritik im „Hintergrund“ lassen sich nun diverse, zunächst religiös neutrale klingende Themen aus Biologie, Soziologie, Psychologie und Medizin als Rahmen wählen, die Nichtchristen anziehen. Das können provokante, gegen den kulturellen Mainstream gerichtete Themen sein („Stammt der Mensch vom Affen ab ?“) oder allgemein brennende Fragen („Gewalt in den Medien- Ursache für Gewalt in der Realität ?). Besonders die zweite Kategorie von Themen ermöglicht dem Vortragenden, zunächst Sachkompetenz zu zeigen und damit das Vertrauen seiner Zuhörerschaft zu erwerben. Im weiteren Vortrag können dann die aktuellen säkularen Erklärungsmodelle dargelegt werden („Wir sind eben Abkömmlinge von Tieren“, „Gewalt ist Folge unseres stammesgeschichtlichen Erbes“), die dahinterstehende Evolutionstheorie identifiziert und Argumente gegen sie gebracht werden. Argumente gegen die Evolutionstheorie sind, entsprechend gebracht, zugleich indirekte Argumente für die katholische Religion. So vorbereitet ist es leichter, über Jesus Christus zu sprechen und Seine –wahre– Sicht der Realität.
Die „Evangelisationsmethode“ Jesu Christi bestand im Kern darin, das Gesetz Mose und die Propheten des Alten Bundes neu auszulegen, Seine Person –zum Schrecken vieler Zuhörer- als deren Erfüllung darzustellen und zugleich den unerhörten Anspruch, Gott gleich zu sein, durch Taten zu bekräftigen, die kein Mensch jemals vollbringen kann: Krankenheilungen, Totenauferweckungen, Beherrschung der Naturgewalten, Herzensschau, Vorhersagen der Zukunft und vieles mehr. Jesu Taten waren wie die notarielle Beglaubigung, die Seine Worte auch da als wahr im Glauben anzunehmen ermöglichten, wo sie nicht überprüfbar waren, z.B. bezüglich Seiner Gottessohnschaft oder Seiner Gegenwart im Heiligen Messopfer.
Durch die Gnade Gottes konnten die Apostel in der Kraft des Heiligen Geistes ebenso predigen: ihre Worte wurden durch göttliche Kraft bestätigt. Im Laufe der Kirchengeschichte wurde diese Art der direkten „übernatürlichen“ Bekräftigung der christlichen Prediger langsam seltener, ohne ganz zu erlöschen, man denke nur an den Hl. Pfarrer von Ars oder den Hl. Pater Pio – sie wurde ersetzt durch andere Formen der Bekräftigung, z.B. das ständige Wunder der Existenz der katholischen Kirche.
Evolutionskritik in Verbindung mit Neuevangelisation kann nun genau diese Funktion der beglaubigenden Wunder übernehmen, und sogar noch wirksamer, da besser und rational von jedem nachprüfbarer als z.B. eine einmalige Krankenheilung oder prophetische Vorhersage. Evolutionskritik zertrümmert zugleich sehr gründlich das Fundament des gegenwärtigen atheistischen Weltbildes, z.B. zur Entstehung des Lebens oder zum Alter der Menschheit. Den biblischen Schriften und den kirchlichen Lehraussagen wird in allen nachprüfbaren –d.h. sich etwa auf historische Ereignisse beziehenden- Aussagen eine Art naturwissenschaftliche Beglaubigung zuteil, analog zur Beglaubigung durch Wunder. Das erleichtert ungemein die Annahme jener Teile der katholischen Wahrheit, die nur im Glauben erfaßt werden können.
Evolutionskritik kann es ermöglichen, daß der naturwissenschaftlich gebildete katholische Akademiker wieder das wiederfindet, was bis Darwin jedem Menschen und seit Darwin zumindest dem nicht naturwissenschaftlich Ver- Bildeten unmittelbar klar war:
Die Existenz Gottes kann aus den geschaffenen Dingen ganz klar und sicher erkannt werden, so lehren es uns das Buch der Weisheit, der Apostel Paulus (Röm 1, 19- 20) und das letzte dogmatische Konzil hat es sich 1870 11 Jahre nach der Erstveröffentlichung von Darwins „On the Origin of Species“ im Kapitel 2 seiner Konstitution „Dei Filius“ zu eigen gemacht.
Wie ? Nun, normalerweise schließt man auf das Vorhandensein eines Konstrukteurs vom Vorliegen einer offenbar sinnvoll geplanten Struktur. Wenn wir einen Farbklecks und ein Rembrandt-Gemälde betrachten, sind wir uns sofort völlig sicher, was von beiden einen „Hersteller” hat und ebenso bei einem Automobil oder einem ultramodernen Airbus 380- Cockpit
Viele Evolutionsbiologen geben zu, daß Organismen so aussehen, als ob sie erschaffen wären.
In den Strukturen der Lebewesen sind Eigenschaften erkennbar, die auf das Wirken eines intelligenten, planenden Urhebers (Schöpfer, „Designer“) schließen lassen. In einem Analogieschluß werden Befunde aus Technik und Kunst herangezogen, um über Lebewesen eine Aussage zu machen: Wie in Technik und Kunst bestimmte Eigenschaften eines Objektes sicher auf die Existenz seines Urhebers schließen lassen, so auch in der Biologie. Aber dazu lesen Sie konkret besser mehr in einem weiterführenden Artikel .Wer durch ein Mikroskop oder in ein Lehrbuch der Biochemie schaut, wird eigentlich unmittelbar darauf gestoßen „hier war ein Schöpfer am Werk” - wie er es bei der Betrachtung des Motorraums eines Autos oder eines Flugzeugcockpits auch messerscharf schließt. Dann drängt sich die Frage auf „Wer ist denn dieser Schöper” ... und schon fällt die christliche Verkündigung auf einen vorbereiteten Boden !
Das ist der tiefste Grund - neben der einfachen Suche nach der Wahrheit - weswegen wir diese Webseite betreiben: Menschen mit (und ohne) naturwissenschaftlicher Vorbildung zu helfen, zu Jesus Christus zu finden, den uns die katholische Kirche predigt.
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