Fachliche Evolutionskritik

Die Evolutionstheorie ist zunächst eine naturwissenschaftliche Theorie und daher muß sie sich naturwissenschaftlicher Kritik stellen. Sicherlich können wir aus der Philosophie, der Bibel und der Lehre der Kirche einiges grundsätzliche über die Frage “Schöpfung oder Evolution” ableiten - aber es gilt nun doch “Contra factum non est argumentum”, gegen einen Fakt gibt es kein (theoretisches) Argument. Wenn ein Medikament eine Krankheit heilt oder ein Apfel aufgrund der Schwerkraft nach unten fällt, so ist dem so, auch wenn sich philosophisch oder biblisch gebende Theorien anderes behaupten würden.
In der Öffentlichkeit werden nun vielfach Evolutionstheorie und Evolutionskritik genau so hingestellt: Die Evolutionstheorie sei absolut bewiesen und darum sei jeder Zweifel an dieser ipso facto -automatisch- Zeichen von Unwissenschaftlichkeit, fachlicher Inkompetenz und/ oder mehr oder weniger starken ideologisch- religiöser Verblendung.
In Wirklichkeit gibt es aber eine Fülle naturwissenschaftlicher Befunde aus allen Gebieten, die sich nur schlecht oder in vielen Fällen gar nicht evolutionär erklären lassen. Einige dieser Befunde sollen auf dieser Seite angesprochen werden. Einer davon ist, dass thermodynamische Ordnungsbildung Evolution ausschließt: Dazu ein Dia-Vortrag des Physikers Dr. Thomas Seiler hier (47 MB wmf)
Wir möchten mit den nachfolgenden evolutionskritischen Fachargumenten auch zeigen, daß es weder unvernünftig noch unwissenschaftlich ist, dem Wort Gottes eine höhere Autorität einzuräumen als menschlicher Weisheit oder Wissenschaft.
Die Evolutionstheorie hat wie kaum eine andere Theorie massivste Folgen für unser eigenes Selbstverständnis - z.B. indem sie die Frage nach dem Schöpfer des Universums, der Lebens und auch unserer selber in eine nebelhafte Ferne zu verbannen ermöglicht. Dem unvoreingenommenen Beobachter drängt sich beim Betrachten der menschlichen Hand oder des Auges, des Flügels eines Vogels oder Insektes oder jeder beliebigen anderen biologischen Struktur sofort mit absoluter Klarheit auf “das hat jemand konstruiert”. Und damit drängt sich auch auf “diesem Jemand -mein Schöpfer- bin ich unterstellt und verantwortlich”. Und ab diesem Punkt gewinnen außerwissenschaftliche Motive ein so großes Gewicht in der Diskussion, daß sie nicht mehr objektiv- leidenschaftslos führbar wird, da je nach weltanschaulicher Grundhaltung der Beteiligten bestimmte Antworten zugelassen oder verboten sind. So wird ein Atheist kaum von der Evolutionstheorie abrücken, da er ja einen Schöpfergott “per definitionem” ausschließt. Sicherlich kann er im Zuge von Diskussionen über den Ursprung des Lebens mittels der Widerlegung der Evolutionstheorie zur Erkenntnis Gottes gelangen - aber das ist eben mit unvergleichlich mehr Hindernissen verknüpft, als z.B. nur zu unterscheiden, ob gegen die Krankheit X das Medikament A oder das Medikament B besser wirksam ist. Bei der Medikamentenprüfung wollen normalerweise alle Beteiligten das Beste für die Patienten und sind bereit, wirklich objektiv zu beobachten und sachlich zu urteilen. Verzerrungen können nur eintreten, wenn z.B. wirtschaftliche Interessen forschender Pharmaunternehmen ins Spiel kommen. Und so ähnlich ist es auch bei der Diskussion der Evolutionstheorie. Nachfolgend werden in 3 Artikeln, die ursprünglich im “Ruf des Königs”, der Zeitschrift der katholischen Ordensgemeinschaft SJM (Die Studiengemeinschaft Theologie und Biologie identifiziert sich nicht mit dem Inhalt jener Homepage), erschienen sind, die meisten fachlichen Argumente soweit es der Platz erlaubt dargestellt. Sie können auch die gesamte Artikelserie als pdf - Datei hier herunterladen (1.44 MB, gegenüber der Printversion ist der Text leicht erweitert)

Entsteht Leben von selbst ?
Beweisen die Ähnlichkeiten der Lebewesen Evolution

Man weiß heute sehr viel mehr über den Aufbau und die Funktionsweise von lebenden Zellen - anders als zur Zeit Darwin, in der es noch nicht lange bekannt war, daß überhaupt alle Lebewesen aus Zellen bestehen und man aufgrund fehlender chemischer Kenntnisse über das “Protoplasma” nur spekulieren konnte. Zwar sind wir noch immens weit vom vollständigen Verstehen auch nur der einfachsten Bakterien entfernt, aber wir kennen doch die wesentlichen molekularen Bauteile und wichtige Teile der Zellfunktion. Und wir können heute bereits abschätzen, ob auch nur die einfachste funktionsfähige d.h. lebende Zelle durch zufällige, ungesteuerte und ungeplante chemische Reaktionen in einer “Ursuppe” entstehen kann.
Ein beliebtes Argument zum “Beweis” der Evolutionstheorie ist die in der Tat bestehende abgestufte Ähnlichkeit zwischen Lebewesen - aber einer genaueren Betrachtung hält es nicht stand und ist obendrein theorieabhängig. d.h. Ähnlichkeit ist nur dann ein Beleg für gemeinsame Abstammung, wenn die Evolutionstheorie vorausgesetzt wird.
                                                                    
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Bezeugt das Leben die Existenz seines Schöpfers ?

Gibt es “indirekte” Hinweise in Lebewesen, daß sie ein intelligenter Schöpfer geschaffen hat ? Welche Art von Evolution wurde bisher beobachtet - und reicht dies aus, um die Entstehung des Lebens von- selbst aus der Urzelle bis zum Dinosaurier, Elefanten, Wal und Menschen zu erklären ?                                                                      mehr

Sind nicht Vollständigkeit und Schönheit der Geschöpfe ein Hinweis auf ihren Schöpfer ? mehr

Die Herkunft des Menschen

Stammen wir Menschen wirklich von affenähnlichen Vorfahren ab, wie es die -übrigens alles andere als zahlreichen- Fossilien angeblich beweisen sollen ? Oder läßt sich der spärliche Fossilbefund auch anders deuten ? Gibt es ernstzunehmende fachliche Argumente, die eine evolutionäre Entstehung der Menschheit nicht möglich erscheinen lassen ? Ja, beispielsweise in der Bevölkerungsdynamik und der Linguistik: Menschen vermehren sich viel schneller, als es mit evolutionären Theorien vereinbar ist, die davon ausgehen müssen, daß über Millionen Jahre weltweit nur einige hundertausend (Früh-)Menschen lebten. Alle uns bekannten Sprachen zeigen während ihrer gesamten beobachteten Geschichte das genaue Gegenteil von Höherentwicklung, nämlich den Verlust von grammatischer Komplexität. Mehr in einem Artikel zur Evolution der Menschheit oder auf unseren Seiten über das Alter der Menschheit hier beziehungsweise  die Evolution der Sprache hier

Unten: Beobachtete Variation beim Grundtyp Hundeartige (Canidae) Reicht dies, um einem Hund Fledermausflügel oder einen Elefantenrüssel anzuzüchten ?

(Bilder dieser Seite: (c) Studiengemeinschaft Wort und Wissen)