|
In der Tat häufen sich besonders mit der modernen Genetik immer mehr die Belege, dass Evolutionstheorien nur Variation bestehender Lebensformen, aber nicht die „Neukonstruktion“ ganzer Organe, z.B. Flügel für eine Maus oder Federn für ein Reptil.
Seit Ankündigung der Tagung versuchten mehrere evolutionskritische Organisationen darunter das US-amerikanische Kolbe center durch Briefe an den Akademiepräsidenten Prof. Nicola Cabibbo, einige oder zumindest einen evolutionskritischen Vortrag zuzulassen. Diese Bemühungen waren erfolglos – trotz Unterstützung durch den griechisch-katholischen Weihbischof Roman Danylak (77), Bischof Robert Vasa (57) von Baker im US-Bundesstaat Oregon und Mons. Desmond Moore (82), ehemaliger Bischof von Alotau-Sideia, Papua New Guinea. Ein dahingehend kontaktierter evolutionskritischer Weihbischof aus dem deutschen Sprachraum bezeichnete die extrem einseitige Vortragsauswahl zwar in seiner Antwort als skandalös, intervenierte aber nicht, wie gebeten, durch ein entsprechendes Schreiben beim Akademiepräsidenten oder sandte zumindest ein Grusswort; offenbar ist dies für ihn “politisch” zu gefährlich, da bei Bekanntwerden die Massenmedien über ihn herfallen würden, wie sie im September 2008 in England über einen (evolutionistischen !) Hochschullehrer wegen eines zweideutigen Vortragstitels (aber eindeutig evolutionistischen Vortrages) taten mehr , vielleicht weil er das “Pech” hatte, “nebenberuflich” ordinierter Geistlicher der Kirche von England zu sein. Ein, auch zu Unrecht, ruinierter öffentliche Ruf würde seine Wirkmöglichkeiten stark einschränken.
So wurde dann am 3. 11. eine evolutionskritische „Parallelveranstaltung“ in Rom in einem Hörsaal der La Sapienza- Universität organisiert.
Alle Vortragenden waren renommierte Fachleute und die Organisatoren legten größten Wert darauf, dass es sich um eine rein wissenschaftliche Tagung handelte, in der jeder Bezug auf Religion zu unterbleiben hatte.
Der Franzose Guy Berthault, ein ausgewiesener Sedimentologe, berichtete von seinen Forschungen gemeinsam mit Fachleuten in den USA und Russland, dass für angenommenen Abermillionenjahre langen Zeiträume für die Sedimentbildung experimentell wiederlegbar sind.
Der Geophysiker Dr. Joseph Holzschuh aus Australien referierte, weswegen der 2. Hauptsatz der Thermodynamik die Von- selbst-Entstehung von Leben verhindert.
Der französische Neurologe Prof. Pierre Rabischong beschrieb das Konzept der Evolution in der Biologie und dessen Schwäche, die Entstehung hochkomplexer Strukturen wie unseres Gehirns zu erklären.
Dr. Jean de Pontcharra, ein Experte für radiometrische Datierungsmethoden, zeigte deren extreme Unsicherheit.
Der Pole Maciej Giertych, Professor für Populationsgenetik, zeigte in seinem Vortrag, dass es in seinem Fachgebiet zwar viele Belege für Variation innerhalb bestimmter Grenzen, aber grundsätzlich keine für die Neuentstehung von qualitatif neuer genetischer Information und neuen Organen gibt.
Zwei indische Bischöfe waren eigens für die Tagung angereist: Weihbischof Lawrence Pius Dorairaj (54) von Madras and Mylapore und Bischof Thomas Dabre (63) von Vasai.
Die 26 Vorträge der PAW-Tagung vor 47 ihrer Mitglieder –davon 3 Kardinäle und 4 Frauen – behandelten dagegen entweder für das Thema irrelevante Beiträge, oder die Variation innerhalb bestehender geschaffener Arten („Grundtypen“) beschrieben ... und manchmal, auch nur durch Auslassung wichtiger Fakten, schlicht falsch waren:
Der evangelische US-Genetiker Francis S. Collins (58) behauptete, der heutige moderne Mensch sei aus einer Grundpopulation von 10 000 Individuen vor 100 000 Jahren in Ostafrika entstanden. Sehr sichere Schätzungen ergeben eine Weltbevölkerung von 5- 10 Millionen am Ende der Altsteinzeit vor angenommenen 10 000 Jahren. Anbetracht der bekannten Fruchtbarkeit des Menschen –gemessen an heute noch unter Steinzeitbedingungen lebenden Völkern- würde aber eine Ausgangspopulation von nur 100 Menschen diese Zahl innerhalb 500 Jahren erreichen mehr.
Der französische Neurowissenschaftler Stanislas Dehaene (43) beschrieb mit dem italo-amerikanischen Populationsgenetiker Luigi L. Cavalli-Sforza (86) die Entwicklung der Sprachfähigkeit beim heranwachsenden Menschen und deren immense kulturelle Bedeutung. Beide sagten aber nicht, dass linguistisch eine Ursprache der Menschheit völlig ungeklärt ist und obendrein alle bekannten 6000- 8000 Sprachen im Bereich der Formenlehre mit der Zeit ständig an Komplexität verlieren, was vermehrtes Vokabular und Hilfsworte unvollständig ausgleichen mehr.
Der Schweizer Chemiker Albert Eschenmoser (83) gab immerhin zu, der Ursprung der ersten lebenden Zelle durch chemische Reaktionen „von selbst“ sei bis heute völlig ungeklärt, schilderte dann aber so viele –nur winzige Aspekte erfassende – Forschungsansätze, dass der gegenteilige Eindruck „hängenblieb“.
Für den französischen Theologen und Philosoph Pater Jean-Michel Maldamé OP (69) weigern sich Evolutionskritiker, die konstruktive Rolle des Zufalls in der Evolution anzuerkenen.
Der Vortrag des deutschen Pflanzenwissenschaftlers Ingo Potrykus (74) “Pflanzenzucht als ein Beispiel von gerichteter Evolution” wurde durch Prof. Giertych auf der Parallelveranstaltung -ohne ausdrücklichen Bezug auf die Person Potrykus’- in den Bereich der mikroevolutionären Variation gestellt, und dessen Unterstellung, Evolutionskritiker wären wegen deren angeblicher Leugnung eine Gefahr für die Ernährung der Menschheit ist damit nur noch eine Verleumdung.
Richtig zur Sache ging dann die US-Biochemikerin Maxine F. Singer mit den Feindbildern „Keationismus“ und „Intillegent Design“. Beide seien Zerstörer der Wissenschaft und die laut ihr nur wenigen Beispiele „angeblicher“ irreduzibler Komplexität längst wissenschaftlich erklärt. Nur trafen ihre Beispiele etwa der Darwin- Finken diese gar nicht.
Ein Trostpreis: Das atheistisch- evolutionistische Topjournal ‘Science’ war mit dem Tagungsergebnis auch nicht zufrieden: Dank Intervention des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, gab die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ kein klares Bekenntnis zur Evolution ab. ‘Science’ unterstellte ihm und Papst Benedikt XVI., die Evolutionstheorie zu bekämpfen. (Science 322, S.1038 vom 14. 11. 2008). Welches Niveau die offiziös katholischen Akademiemitglieder teilweise haben, läßt sich vielleicht gut an dem Buch “Das Säugetier von Gottes Gnaden” des deutschen Professors und PAW-Mitglied Ulrich Lüke zeigen, eines großen Bewunderers des Paläontologen Pater Teilhard de Chardin SJ (dessen Schriften zu seinen Lebzeiten aufgrund Einschreitens der Ordensleitung nicht veröffentlicht werden konnten, da sie begründet bezweifeln lassen, ob der Autor noch Katholik, ja selbst noch Christi ist) , das hier rezensiert ist. Und die Aufnahme des seit 2006 amtierenden neuen Leiter der Vatikanischen Sternwarte Pater Josè Funés S.J. lässt, zumindest nach seinen bisherigen Äußerungen hier nur noch Trauer über den Zustand unserer Mutter Kirche aufkommen. Noch weit schlimmer sieht es bei den nichtchristlichen Mitgliedern der PAW aus wie Prof. Wolf Singer mehr
Unten: Werbung für eine evolutionskritische Vortragsveranstaltung des Leiters des Kolbe-Centers. Rechts unten noch als “Empfehlung” das Programm der Tagung in Rom.
|